Peugeot 3008: SUV mit Charme und viel Cockpit

    10. Juli 2017, 07:51
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    Da ist die Sache mit dieser irren Cockpitlandschaft. Die hat sich zerebral festgebrannt beim Test des 3008. Dass Peugeot aus dem ehemaligen Van – jedenfalls optisch – einen SUV gemacht hat, wird absatzseitig nicht schaden

    Wien – Der Peugeot 3008 war ehemals ein kompakter Minivan, der beim Publikum nicht so rasend gut angekommen ist, was weniger am Auto als am Publikum lag. Da war Peugeot seiner Zeit möglicherweise ein Stückchen voraus. Mit dem 3008er als SUV sollten die Franzosen den Publikumsgeschmack aber auf der Breitseite treffen. Der SUV-Trend ist nach wie vor ungebrochen, obwohl man dessen Sinnhaftigkeit durchaus infrage stellen kann. Eine Familie ist in einem vielleicht biederen Minivan jedenfalls besser aufgehoben als in einem schicken SUV, weil der Minivan in der Regel mehr Platz aufbietet und die vermeintliche Geländegängigkeit des SUV oft nur eine optische Spielart ist.

    foto: andreas stockinger
    Robustes Auftreten, ohne dabei grobschlächtig zu wirken: Der Peugeot 3008 hat sich auch als SUV mit breiteren Schultern eine gewisse französische Eleganz behalten.

    Sei's drum. Wieder ein SUV. Jedenfalls ein sehr fescher, der designtechnisch aus dem Vergleichsangebot der Konkurrenz heraussticht. Der Wagen wirkt robust, behält sich aber die Eleganz. Das tief gezogene Dach steht ihm gut, wirkt sich aber auf den Innenraum aus. Dafür ist der Fahrersitz relativ tief montiert, was wiederum den großen Vorteil vieler SUVs relativiert. Gerade die hohe Sitzposition wird üblicherweise geschätzt. Dafür lässt das Dach den Blick frei, der Innenraum kann lichtgeflutet werden.

    foto: andreas stockinger

    Wirklich fantastisch ist die Cockpitlandschaft, die sich dem Fahrer oder der Fahrerin präsentiert. Modern, ungewöhnlich, dennoch nicht unübersichtlich. Hier wird nicht auf die Biederkeit oder Bodenständigkeit gesetzt, die sich viele SUVs zu eigen machen, sondern die Innovation propagiert. Hinter dem oben und unten abgeflachten Lenkrad findet eine Armaturenlandschaft statt, die man in dieser Klasse nur selten sieht. Neben dem Acht-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole spielen sich die wahren Neuigkeiten in der Anzeige hinter dem Lenkrad ab. Die Instrumente lassen sich vielseitig kombinieren und personalisieren, es gibt Rundinstrumente oder Balkendiagramme, alternativ lässt sich auch die Straßennavigation groß drüberlegen.

    foto: andreas stockinger

    Ein bisschen Playstation-Charme ist schon dabei, die Knöpfe der Mittelkonsole, über die Radio, Klima oder auch Navigation gesteuert werden, sind vom Flugzeugbau inspirierte und lassen sich mit einem ganz leichten Fingerdruck bedienen.

    Die Lenkung ist direkt, das Fahrwerk allerdings nicht sehr straff, der Antrieb erfolgt nur vorne. Daher ist auch vor engagierten Ausflügen ins Gelände eher abzuraten. (Michael Völker, 10.7.2017)

    foto: andreas stockinger

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    Peugeot

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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