Zehntausende Gastarbeiter verlassen Thailand

3. Juli 2017, 14:27
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Regierung will verstärkt gegen illegale Beschäftigung und Menschenhandel vorgehen

Bangkok – Seit der Verschärfung des thailändischen Arbeitsgesetzes vor mehr als einer Woche haben rund 29.000 Gastarbeiter das Land verlassen. Darunter waren mehr als 20.000 Personen aus Myanmar und 2.500 aus Kambodscha, wie das zuständige Ministerium am Montag (Ortszeit) mitteilte.

Mit dem am 23. Juni in Kraft getretenen Gesetz will die Regierung in Bangkok verstärkt gegen illegale Beschäftigung und Menschenhandel vorgehen. Wer Gastarbeiter ohne gültige Arbeitserlaubnis einstellt oder sie mit Tätigkeiten beauftragt, die Migranten nicht erledigen dürfen, muss mit einer Geldstrafe zwischen 400.000 und 800.000 Baht (zwischen 10.333,25 Euro und 20.666,49 Euro) pro Person rechnen.

Ein Mangel an Arbeitskräften droht nach Angaben der Behörde aber nicht. Seit dem 23. Juni seien 60.000 Gastarbeiter über die Grenze in das Land gekommen. Offiziellen Angaben zufolge sind in Thailand rund drei Millionen Gastarbeiter registriert. Millionen weiterer Migranten arbeiteten zudem illegal. (APA, 3.7.2017)

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