AK klagt erstmals möglichen Scheinfirmen-Profiteur

3. Juli 2017, 11:51
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Sozialbetrug: AK klagt Löhne für acht Arbeiter ein – Eigentümer weist Vorwürfe zurück

Wien – Die Arbeiterkammer klagt nun erstmals ein Wiener Bauunternehmen, das von einer Scheinfirmenkonstruktion profitiert haben soll. Konkret sollen die Löhne von acht Arbeitern eingeklagt werden, hieß es im Ö1-Morgenjournal am Montag.

Insgesamt seien Anfang des Jahres mehr als hundert Personen als Mitarbeiter einer Wiener Scheinfirma bei der Gebietskrankenkasse angemeldet worden, die Finanzpolizei ermittle. Andere Unternehmen hätten diese Scheinfirma genutzt, damit sie weniger Steuern, Sozialabgaben und Löhne zahlen müssen, so die AK gegenüber Ö1. Nun werde gegen eine dieser Baufirmen vorgegangen. Der Eigentümer der beklagten Firma weist die Vorwürfe zurück und will im Gegenzug die Arbeiter klagen.

Eine Liste der ab 1. Jänner 2016 rechtskräftig festgestellten Scheinunternehmen ist auf der Homepage des Finanzministeriums veröffentlicht und zählt mittlerweile über 90 Einträge. Beauftragen Unternehmen offensichtliche Scheinfirmen, werden sie haftbar und müssen für Ansprüche aufkommen. (APA, 3.7.2017)

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