Aktionäre bleiben weiter bei Strabag investiert

3. Juli 2017, 11:01
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Das Syndikat der Kerneigentümer wurde um fünf Jahre verlängert, weder Uniqa, Raiffeisen, Haselsteiner noch Deripaskas Rasperia nutzten die Kündigungsmöglichkeit

Wien – Beim österreichischen Baukonzern Strabag kommt es vorerst zu keiner Veränderung der Aktionärsstruktur. Die in einem sogenannten Syndikatsvertrag zusammengeschlossenen Unternehmen – darunter der Versicherer Uniqa, die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien, die Familienstiftung des Firmengründers Haselsteiner sowie die Rasperia Trading des russischen Oligarchen Oleg Deripaska – hätten das Recht zur Aufkündigung ihrer Vereinbarung nicht ausgeübt, teilte die Uniqa am Montag mit. Damit verlängere sich der Syndikatsvertrag um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2022.

Die Parteien der Vereinbarung könnten aber weiterhin den Vertrag vorzeitig einvernehmlich auflösen, hieß es. In dem Syndikatsvertrag ist unter anderem geregelt, dass sich die Partner bei Abstimmungen nicht überstimmen oder dass es ein gegenseitiges Vorkaufsrecht für die Aktienpakete gibt. In Medien wurde kürzlich darüber spekuliert, dass Deripaska seine Strabag-Anteile in der Höhe von 25,9 Prozent verkaufen will. Uniqa wiederum hatte selbst angekündigt, dass die Strabag-Beteiligung auf dem Prüfstand stehe. Gemeinsam mit Raiffeisen hält der Versicherer 27,5 Prozent an dem Baukonzern. Die Haselsteiner-Privatstiftung hält 26,4 Prozent. (Reuters, 3.7.2017)

  • In dem Syndikatsvertrag ist unter anderem geregelt, dass sich die Partner bei Abstimmungen nicht überstimmen oder dass es ein gegenseitiges Vorkaufsrecht für die Aktienpakete gibt.
    foto: reuters/bader

    In dem Syndikatsvertrag ist unter anderem geregelt, dass sich die Partner bei Abstimmungen nicht überstimmen oder dass es ein gegenseitiges Vorkaufsrecht für die Aktienpakete gibt.

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