Protestcamp geräumt: Erster Rabatz vor G20-Gipfel in Hamburg

3. Juli 2017, 07:18
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Demonstranten hatten keine Genehmigung für ein "Übernachtungscamp" – Merkel will Trump vorab treffen

Hamburg – Vor dem kommenden G20-Gipfel in der norddeutschen Hafenstadt Hamburg hat es erste Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Die Polizei räumte am Sonntag ein Protestcamp auf der Elbhalbinsel Entenwerder, dabei kam es zu Gewaltanwendungen. Laut Polizei Hamburg sei die Versammlung zwar angemeldet gewesen, es sei den Organisatoren aber mitgeteilt worden, dass "kein Übernachtungscamp" geduldet werde.

Tumulte und Pfefferspray

Gegen Abend befanden sich den Angaben zufolge rund 600 Menschen auf dem Gelände und begannen damit, Zelte aufzubauen. Als die Polizei gegen die Aktivisten vorging, kam es demnach zu Tumulten. Beamte setzten Pfefferspray ein. Die Organisatoren warfen den Einsatzkräften vor, "unverhältnismäßig" vorgegangen zu sein.

Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer findet am Freitag und Samstag in Hamburg statt.

Merkel will Trump vorab treffen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich einem Medienbericht zufolge schon vor dem offiziellen Beginn des Gipfels mit US-Präsident Donald Trump treffen. Laut Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschlands (RND) wollen Merkel und Trump am Donnerstag in Hamburg zu einem Vorgespräch zusammenkommen.

Dabei soll es unter anderem um eine gemeinsame Initiative zur Eindämmung der Terrorgefahr sowie zur künftigen Finanzierung von UN-Friedensmissionen gehen, wie das RND unter Berufung auf deutsche Regierungskreise berichtet. Außerdem wolle die Kanzlerin mit Trump weitere Chancen für eine globale Antwort auf die Flüchtlingsbewegung und ein entsprechendes G20-Signal ausloten. (APA, 3.7.2017)

  • Demonstranten begannen Zelte aufzustellen, hatten aber laut Polizei keine Genehmigung für ein "Übernachtungscamp".
    foto: reuters/fabian bimmer

    Demonstranten begannen Zelte aufzustellen, hatten aber laut Polizei keine Genehmigung für ein "Übernachtungscamp".

  • Polizei versperrte den Aktivisten den Weg.
    foto: bodo marks/dpa +++(c) dpa - bildfunk+++

    Polizei versperrte den Aktivisten den Weg.

  • Campieren war zuvor untersagt worden.
    foto: reuters/fabian bimmer

    Campieren war zuvor untersagt worden.

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