100 Millionen Dollar in vier Monaten mit Spiel eingenommen, das noch nicht einmal fertig ist

2. Juli 2017, 09:56
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"Playerunknown's Battlegrounds" ist wohl die Games-Überraschung des Jahres

"PlayerUnknown's Battlegrounds" ist wohl die Games-Überraschung des Jahres. Seit Wochen führt das Spiel die Steam-Charts an und selbst während des Summer-Sales kann es sich auch ohne Ermäßigung behaupten. Mehr als vier Millionen Spieler soll das Game mittlerweile angesammelt haben, obwohl es sich erst in einer frühen Entwicklungsphase befindet. Für den Entwickler ist das Projekt bereits jetzt höchst lukrativ – er soll innerhalb vier Monaten 100 Millionen Dollar eingenommen haben.

Kreativchef bei Studio mit Vergangenheit

Hinter dem höchst erfolgreichen Spiel steht ein bis dato eher unbekanntes Studio namens Bluehole Inc. mit Sitz in Südkorea. Kreativchef ist Brendan Greene, der bereits erste Erfahrungen mit einem Spielehit sammeln konnte. Auf Greene geht nämlich ein Mod namens "Battle Royale" für den realitätstreuen Shooter "Arma 2" zurück. Das Spiel kann sozusagen als Vorgänger von "PlayerUnknown's Battlegrounds" gesehen werden, da es auf einem sehr ähnlichen Spielprinzip beruht.

Ersten Hit ganz alleine gemanagt

2013 veröffentlicht war "Battle Royale" allerdings keine größere Geldquelle. Vielmehr musste Greene draufzahlen. In einem Interview mit "Glixel" schildert er etwa, dass er damals alles alleine managte. Die monatlichen Serverkosten von 2000 Dollar bezahlte er ebenso aus der eigenen Tasche, weil das Spiel nach kürzerer Zeit derart viele Fans angezogen hatte. In weiterer Folge wurde dann Sony auf den Mann aufmerksam, die ihn wiederum für einen weiteren Mod für das Survival-Game "H1Z1" engagierten.

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Ende des Jahres kommt das Game für die Xbox One.

Nach kurzer Zeit zum Spitzenreiter avanciert

Schließlich holte Bluehole Inc. Greene nach Südkorea, um eine vollwertige Version von "Battle Royale" zu entwickeln mit einem großen Entwicklerteam im Hintergrund – "PlayerUnknown's Battlegrounds" war geboren. Bereits nach kurzer Zeit avancierte das Spiel zum Spitzenreiter der Steam-Charts und schwemmte Million nach Million auf das Konto des Studios.

Kreativchef bleibt am Boden

Greene selbst lässt sich von dem Hype allerdings nicht allzu sehr mitnehmen. Auf die Frage, was er denn nun mit dem vielen Geld tun werde, antwortete der Ire nur trocken, dass er sich das gleiche Paar Bermuda-Shorts fünf Mal gekauft habe. Zudem betonte Greene, dass sein größtes Laster Chucks sind, also Schuhe der Marke Converse. Ein teures Auto werde er sich mit den Millionen aber nicht kaufen, ein schönes Haus wäre hingegen nicht schlecht.

Ziel wird bis zum Ende verfolgt

Zum Jahresende hin plant Bluehole Inc. die erste Version von "PlayerUnknown's Battelgrounds". Zu dem Zeitpunkt soll auch eine Ausgabe für die Xbox One erscheinen. Greene selbst betont, dass man sich trotz des Hypes nicht beirren lasse. Er habe ein Ziel im Kopf, das er auch konsequent verfolge. "So lange wir das Ziel nicht erreicht haben, werde ich noch nicht feiern. Wir wollen das Spiel fertigmachen und wenn es erledigt ist, können wir uns kurz entspannen", so Greene zuletzt. (dk, 02.07.2017)

  • "Playerunknown's Battlegrounds" ist wohl die Games-Überraschung des Jahres. Es brachte den Entwicklern 100 Millionen Dollar.
    foto: bluehole inc.

    "Playerunknown's Battlegrounds" ist wohl die Games-Überraschung des Jahres. Es brachte den Entwicklern 100 Millionen Dollar.

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