Zahl der Cholera-Toten im Jemen auf 1500 gestiegen

2. Juli 2017, 08:41
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Gesundheitswesen durch den Krieg weitgehend zusammengebrochen

Aden/Sanaa – Im Jemen sind an der seit Wochen grassierenden Cholera-Epidemie nach Angaben der WHO bisher 1500 Menschen gestorben. Bis Ende Juni seien 246.000 Verdachtsfälle registriert worden, sagte Nevio Zagaria, der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation im Jemen am Samstag. Zugleich rief er zu mehr internationaler Hilfe auf, um der Epidemie Herr zu werden.

Durch den seit 27 Monaten dauernden Krieg ist das Gesundheitswesen des Landes weitgehend zusammengebrochen. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung haben nach UNO-Angaben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Cholera brach Ende April aus. Im Mai erklärte das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Sanaa den Notstand und bat Hilfsorganisationen um Unterstützung bei der Eindämmung der Seuche.

Im Jemen kämpfen seit 2015 die schiitischen Houthi-Rebellen gegen die Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi. Sanaa und große Teile des Landes werden von den Rebellen kontrolliert. Eine internationale Koalition unter der Führung des sunnitischen Saudi-Arabiens versucht, die Aufständischen zu vertreiben. (APA, 2.7.2017)

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