ProSieben-Sat1 fordert Anteil an deutscher Rundfunkgebühr

    1. Juli 2017, 14:58
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    Privater Sender pocht auf Grundversorgung des jungen Publikums

    Berlin – ProSieben-Sat1 fordert einen Anteil an den Gebühren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. "In dem Maße, in dem wir die Grundversorgung vor allem in jungen Segmenten de facto mit übernehmen, finden wir es sachgerecht, dass diese Inhalte aus öffentlichen Mitteln finanziert oder mitfinanziert werden", sagte Sender-Vorstand Conrad Albert der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

    Er forderte einen Systemwechsel. "Die öffentliche Finanzierung darf sich nicht länger an der Institution festmachen, sondern am Inhalt." Jedes Medienhaus, das gesellschaftlich relevante Inhalte liefere, sollte über öffentliche Gelder gefördert werden – und nicht nur ARD und ZDF, sagte der Manager.

    ARD und ZDF müssten sich fragen lassen, ob sie ihren Auftrag überhaupt noch erfüllen, da sie nur noch einen Teil der Gesellschaft erreichten, sagte Albert. "Nur fünf Prozent der Zuschauer von ARD und ZDF sind unter 30 Jahre alt. In der Zielgruppe von 14 bis 29 Jahren erreichen wir mit 'Pro7 News' deutlich mehr Zuschauer als 'Tagesschau' und 'Heute' zusammen." (APA/Reuters, 1.7.2017)

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