Drittgrößte Bank Japans zieht wegen Brexit nach Frankfurt

1. Juli 2017, 12:29
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Derzeit arbeiten rund 1.000 Mitarbeiter der Sumitomo Mitsui Financial Group in London

Tokio – Japans drittgrößte Bank Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) wird einem Pressebericht zufolge wegen des Brexits ihre Europa-Zentrale von London nach Frankfurt verlegen. Damit sei auch ein Umzug von Beschäftigten verbunden, berichtete die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete am Samstag, ohne dies zu beziffern. Derzeit arbeiten rund 1.000 SMFG-Mitarbeiter in London. Die beiden größten japanischen Wertpapierhändler Nomura Holdings und Daiwa Securities haben sich bereits für Frankfurt als ihren künftigen Standort in der EU entschieden.

Nach dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens brauchen in London ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen. Die beiden japanischen SMFG-Konkurrenten Mitsubishi UFJ Financial Group and Mizuho Financial Group sind nicht auf einen Umzug angewiesen, da sie bereits Tochtergesellschaften in Amsterdam haben.

Der Verband der Auslandsbanken erwartet, dass durch den Brexit in den nächsten zwei Jahren 3000 bis 5000 Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen. (Reuters, 1.7.2017)

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