Irans Außenminister Zarif nennt Einreiseverbot Akt "blinder Feindschaft"

30. Juni 2017, 12:04
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Neue Regeln in Kraft getreten – Hawaii leitete rechtliche Schritte dagegen ein

Teheran/Washington – Der iranische Außenminister Mohammed Javad Zarif hat das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot als Akt "blinder Feindschaft" gegen Iraner bezeichnet.

"Großmüttern zu verbieten, ihre Enkel zu sehen, ist wahrhaftig eine beschämende Demonstration von blinder Feindschaft gegen Iraner", twitterte Zarif am Freitag nach Inkrafttreten der Verbote für Menschen aus dem Iran und fünf anderen überwiegend muslimischen Ländern.

Das iranische Außenministerium hatte zuvor die Einreiseverbote als diskriminierend und rassistisch verurteilt. Teheran verwies darauf, dass sich die Iraner, die in den USA leben oder dort ein- und ausreisen, immer an die Gesetze gehalten hätten und keine Terroristen seien.

Betroffen von dem Einreiseverbot für 90 Tage sind alle Personen aus den Ländern Iran, Sudan, Syrien, Jemen, Libyen und Somalia, die keine engen Verbindungen in die USA nachweisen können. Die US-Regierung will zudem 120 Tage lang nur noch in Ausnahmefällen Flüchtlinge aufnehmen. Der US-Staat Hawaii leitete rechtliche Schritte gegen die Einreisesperre ein. Er hält die von der US-Regierung erlassenen Ausnahmeregeln für das Einreiseverbot für zu eng gefasst. (APA, 30.6.2017)

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