Semperit prüft Schließung von Werk in Frankreich

30. Juni 2017, 11:44
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Über 10 Mio. Euro Einmalkosten – Verhandlungen über Sozialplan – Sempertrans-Büro und andere Aktivitäten in Frankreich bleiben

Wien – Der börsennotierte Gummi- und Kautschukkonzern Semperit prüft die Schließung der Produktion im französischen Argenteuil. Durch die geplanten Sparmaßnahmen sei mit Einmalkosten über 10 Mio. Euro zu rechnen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die anderen Aktivitäten von Semperit in Frankreich seien nicht von den Sparmaßnahmen betroffen.

Der Vorstand habe "Einsparungs- und Restrukturierungsmaßnahmen in Bezug auf die Produktionsstätte ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft Sempertrans France Belting Technology" beschlossen, die "auch die Möglichkeit einer gänzlichen Schließung des französischen Werks beinhalten", so die Aussendung. Das Büro von Sempertrans France in Levallois sei ebenso wenig betroffen wie andere Aktivitäten von Semperit in Frankreich.

Wenn es zur Schließung kommt, werden die Einmalkosten inklusive aller Abschreibungen über 10 Mio. Euro liegen. Es geht um 64 Stellen. Über die vollständige Schließung laufe ein Konsultationsverfahren mit den Belegschaftsvertretern, in dem es auch um Alternativen zur Schließung gehe. Außerdem sei eine behördliche Genehmigung nötig. Erst nach allen Entscheidungen werden die genauen Kosten feststehen. Gesprochen werde noch über alternative Beschäftigungsmöglichkeiten der Belegschaft innerhalb der Semperit Gruppe, Outplacementberatung, Trainings- bzw. (Um-)Schulungsmaßnahmen für die Belegschaftsmitglieder des französischen Werks, finanzielle Zuwendungen im Rahmen eines Sozialplans und/oder sonstige nach französischem Recht vorgesehene Begleitmaßnahmen. Das Verfahren kann bis zu drei Monate dauern. (APA, 30.6.2017)

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