Indischer Landwirtschaftsminister urinierte an Schulmauer und erntet nun Spott

30. Juni 2017, 10:55
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Landwirtschaftsminister erleichterte sich flankiert von Bodyguards

Neu-Delhi – Der indische Landwirtschaftsminister hat für öffentliches Urinieren gegen eine Schulmauer Prügel in den sozialen Medien bezogen. Fotos des Pinkel-Vorfalls zierten am Freitag die Titelseiten mehrerer indischen Zeitungen. Die "Times of India" berichtete dazu, Radha Mohan Singh habe sich an der Wand erleichtert, "flankiert von seinen automatische Waffen tragenden Sicherheitsleuten".

Der Vorfall ereignete sich demnach im Heimatstaat Bihar des 67-jährigen Politikers. Politisch pikant am "Pipi-Gate": Regierungschef Narendra Modi hat unter anderem ein Programm auflegen lassen, das für mehr öffentliche Hygiene wirbt. In sozialen Medien hagelte es Spott. Ein Nutzer schrieb: "Großartig... Stolz darauf, einen Landwirtschaftsminister wie Radha Mohan Singh zu haben, der selbst Rasen sprengt."

Auch die Opposition ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen: "Hier, der nationale Landwirtschaftsminister unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen bei der Einweihung eines Berieselungsprogramms in einer Dürreregion", schrieb die Regionalpartei Rashtriya Janata Dal beim Online-Kurzbotschaftendienst Twitter. Verärgert über die Publikation der Fotos reagierten hingegen Verwandte Singhs: Urinieren sei ein natürliches menschliches Bedürfnis. "Gibt es dort irgendwo Urinale?", fragte der Schwiegersohn des Ministers, Sujit Kumar Singh, in der Zeitung "Hindu". (APA, 30.6.2017)

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