Das Spiel mit der Schöpfung: Bücher rund um die Gen-Schere

    Ansichtssache11. September 2017, 07:00
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    Da es sich bei Genome-Editing um ein noch junges Forschungsfeld handelt, gibt es dazu erst wenige populärwissenschaftliche Bücher. Aktuelle Neuerscheinungen zum Thema vermitteln die Grundzüge der neuen Technologie und thematisieren ethische Fragen

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    foto: penguin

    Hinter den Kulissen der Gen-Schere

    "Dieses Buch ist meine Geschichte. Aber auch Ihre. Denn es wird nicht lange dauern, bis die Auswirkungen dieser Technologie auch Ihre Türschwelle erreichen." Dieser Satz findet sich im Prolog des ersten populärwissenschaftlichen Buches von Jennifer Doudna. Darin legt die Ko-Entdeckerin der Gen-Schere CRISPR/Cas9 einen sehr persönlichen Bericht vor, wie die bedeutsame molekularbiologische Methode von ihr und anderen entdeckt worden ist. Aus erster Hand erfährt man dabei, wie die Professorin an der Universität Kalifornien in Berkeley zum ersten Mal das Wort CRISPR hörte oder wie sie die Molekularbiologin Emmanuelle Charpentier bei einem Spaziergang durch die Altstadt von San Juan in Puerto Rico dazu überredete, mit ihr am CRISPR-System zu arbeiten, was schließlich zum Durchbruch führte. Vor allem geht es Doudna in dem Buch, das sie gemeinsam mit ihrem ehemaligen Dissertanten Samuel Sternberg geschrieben hat, auch darum, wie die neue Technologie genutzt wird – und wie nicht. Gefahren und Chancen von CRISPR/Cas9 aufzuwiegen sei "ein Test wie kein anderer. Wir müssen ihn bestehen. Es gibt keine Alternative." (trat)

    Jennifer Doudna und Samuel Sternberg, "A Crack in Creation – The New Power to Control Evolution". € 14,99 / 304 Seiten. The Bodley Head, London 2017

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