Ermittlungen wegen Betrugs und Kurpfuscherei gegen angeblichen Sportmediziner

29. Juni 2017, 16:29
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Soll sich fälschlicherweise als Arzt ausgegeben haben – Beschuldigter noch nicht einvernommen

Wien – Die Wiener Polizei ermittelt gegen einen vermeintlichen Sportmediziner, der verdächtigt wird, sich unrechtsmäßig als Arzt ausgegeben zu haben. Der 42-Jährige war unter anderem auch im Sportministerium in der Spitzensportförderung tätig. Am Dienstag wurde der Mann wegen schweren Betrugs und Kurpfuscherei angezeigt.

Die Ermittlungen befinden sich jedenfalls noch im Anfangsstadium, wurde seitens der Behörde betont. Über einen anonymen Hinweisgeber war die Polizei auf die Spur des Mannes gekommen. Relativ bald gab es zahlreiche Indizien, die dafür sprachen, dass der 42-Jährige kein Mediziner ist. Zumindest seit 2009 soll er sich aber als Arzt ausgegeben und auch verbotenerweise Behandlungen durchgeführt haben. Bei der Ärztekammer hieß es, dass der Mann definitiv nicht in der österreichischen Ärzteliste geführt wird.

Einvernahme ausständig

Die Einvernahme des Beschuldigten ist noch ausständig. Ob diese demnächst stattfinden kann, bleibt fraglich. Auf seiner Facebook-Seite postete der 42-Jährige am Mittwoch ein Foto vom Flughafen Schwechat mit den Worten "Auf Wiedersehen Wien!!".

Ein Sprecher des Sportministeriums kündigte eine interne Prüfung an. "Bevor der Sachverhalt und die Anschuldigungen nicht geprüft sind, wollen wir keine Stellungnahme abgeben", hieß es. (APA, 29.6.2017)

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