Deutsche Verbraucher weiter in Hochstimmung

29. Juni 2017, 08:34
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Einkommenserwartung auf höchstem Stand seit der Wiedervereinigung

Nürnberg – Auch zu Beginn des Sommers bleiben die Verbraucher in Deutschland in Hochstimmung. Die Bundesbürger sehen die Konjunktur "in exzellenter Verfassung", ihre Einkommenserwartung stieg im Juni auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung, wie die Marktforscher der GfK am Donnerstag mitteilten. Das von ihnen gemessene Konsumklima kletterte von Mai bis Juni auf 10,4 Punkte.

Für Juli sagen die Forscher einen weiteren Anstieg auf 10,6 Punkte voraus.

Drei-Jahres-Hoch

Die Konjunkturaussichten der Deutschen stiegen im Juni zum vierten Mal in Folge auf ein Drei-Jahres-Hoch, wie die GfK ermittelte. Zuletzt wurde im Juli 2014 ein besserer Wert gemessen. Die Verbraucher gehen der GfK zufolge davon aus, dass der "Aufschwung in Deutschland trotz weltwirtschaftlicher Risiken an Dynamik gewinnt". Unsicherheiten im Hinblick auf mögliche Handelsbeschränkungen durch die US-Regierung können dieses Bild demnach ebenso wenig trüben wie die Brexit-Verhandlungen.

Davon profitierte auch die Einkommenserwartung. Sie stieg laut GfK auf den höchsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung. Seit Beginn der Erhebung in Gesamtdeutschland 1991 ist demnach noch nie ein besserer Wert gemessen worden. Grund dafür sei vor allem die "exzellente Verfassung des Arbeitsmarktes", erklärten die Marktforscher.

Auch die Neigung zu größeren Anschaffungen stieg im Juni leicht – die Bürger zeigten sich der GfK zufolge "in bester Konsumlaune". Ein "überaus stabiler Arbeitsmarkt mit glänzenden Beschäftigungsaussichten" sei der wesentliche Grund für diese Entwicklung, erklärten die Marktforscher. Die Verbraucher fürchten den Verlust des eigenen Jobs demnach kaum. Sie seien deshalb "zu größeren Anschaffungen mit höherem finanziellen Risiko bereit" – auch weil Sparen derzeit "keine attraktive Alternative zum Konsum" darstelle, so die Forscher.

Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben. Sie basiert auf monatlich rund 2000 Interviews mit Verbrauchern. (APA, 29.6.2017)

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