Mattis: Damaskus nahm Warnungen vor neuem Giftgasangriff "ernst"

28. Juni 2017, 16:44
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Pentagonchef: Kein Angriff seit Montag

Brüssel/Washington – Die Warnungen von US-Präsident Donald Trump vor einem neuen Chemiewaffenangriff in Syrien sind nach den Worten seines Verteidigungsministers Jim Mattis in Damaskus offenbar gehört worden. "Es sieht so aus, als hätten sie die Warnungen ernst genommen", sagte Mattis am Mittwoch vor Journalisten auf dem Weg zu einem NATO-Treffen in Brüssel.

Trumps Sprecher Sean Spicer hatte am Montagabend die Führung des syrischen Machthabers Bashar al-Assad beschuldigt, einen weiteren Chemiewaffeneinsatz zu planen. Er drohte damit, Assad werde einen "hohen Preis" zahlen, sollte es tatsächlich dazu kommen.

Stützpunkt beschossen

Im April hatte Trump als Reaktion auf einen mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf das von Rebellen kontrollierte Dorf Khan Scheichun die syrische Luftwaffenbasis Shairat mit Marschflugkörpern beschießen lassen. Nach Angaben von Spicer beobachteten die US-Geheimdienste auf demselben Stützpunkt erneut verdächtige Aktivitäten.

Auf die Frage, woher er wisse, dass Trumps Drohungen erfolgreich gewesen seien, sagte Mattis am Mittwoch, "sie haben es nicht getan". Er meinte damit offenbar, dass es seit Montag keinen Chemiewaffenangriff gegeben habe. Gleichzeitig aber wies der darauf hin, dass "Assads Chemiewaffenprogramm weit über ein Flugfeld hinaus" gehe.

Bei dem mutmaßlichen Giftgasangriff auf Khan Scheichun waren Aktivisten zufolge mindestens 87 Menschen getötet worden, darunter viele Kinder. Bilder der Toten und Verletzten hatten weltweit Empörung hervorgerufen. Damaskus weist hingegen die Vorwürfe zurück. (APA, 28.6.2017)

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