Koalition einigt sich auf fünf Millionen Euro für Syrien und Ostafrika

28. Juni 2017, 08:33
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Hilfsmaßnahmen für circa 780.000 Menschen. Außenminister Kurz: "Humanitäre Hilfe vor Ort hilft doppelt"

Wien – Die österreichische Regierung beschließt Hilfe von insgesamt fünf Millionen Euro für Krisengebiete in Syrien sowie Ostafrika. Die Mittel stammen aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF), teilte das Außenministerium am Mittwoch in einer Aussendung mit. In den betroffenen Krisengebieten soll damit humanitäre Hilfe für rund 780.000 Menschen geleistet werden.

Die Hilfsmaßnahmen umfassen demnach unter anderem die Versorgung mit Nahrungsmitteln, medizinische Grundversorgung, Hygieneprogramme oder Maßnahmen zur Stärkung der Selbsthilfe. "Humanitäre Hilfe vor Ort unterstützt doppelt: wir bieten den notleidenden Menschen in Syrien und in Ostafrika eine Perspektive und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag, den Migrationsdruck zu lindern", erklärte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP).

Hungerkatastrophen und bewaffnete Konflikte

Die Dürre- und Hungerkatastrophe in Ostafrika sowie der anhaltende bewaffnete Konflikt in Syrien hätten zu dramatischen humanitären Notsituationen geführt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind am Horn von Afrika 15 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Die Bundesregierung stelle jeweils eine Million Euro für Äthiopien, Kenia und Uganda bereit, die Austrian Development Agency werde mit einer weiteren Million Euro die Hilfsaktivitäten in Uganda unterstützten, so Kurz.

Eine weitere Million Euro werde für humanitäre Hilfe sowie für Aktivitäten zum Schutz der Zivilbevölkerung in Syrien zur Verfügung gestellt. "Syrien ist weiterhin Schauplatz einer der größten humanitären Krisen. Derzeit befinden sich rund fünf Millionen Syrer im Ausland auf der Flucht, 6,3 Millionen wurden zu Vertriebenen im eigenen Land", hieß es.

Umsetzung durch NGOs

Die Mittel werden demnach durch das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR), die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), den UNO-Menschenrechtskommissar sowie österreichische Nichtregierungsorganisationen umgesetzt. (APA, 28.6.2017)

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