Hohe Gehaltszufriedenheit bei Finanzjobs, geringer im Handel und Vertrieb

27. Juni 2017, 12:38
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Gehaltszufriedenheit nimmt im Laufe des Berufslebens bei Frauen ab und bei Männern zu

Wien – Die Gehaltszufriedenheit in Österreich variiert nach Angaben einer aktuellen Online-Umfrage deutlich nach Berufsfeld. Angestellte bei Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern sind zu 95 Prozent mit ihrem Gehalt sehr oder eher zufrieden, gefolgt von Ingenieuren und Technikern mit 84,9 Prozent. Im Handel und Vertrieb sind nur 75,7 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrer Entlohnung.

Der Auftraggeber der Online-Befragung war das Jobportal Stepstone. An der Umfrage haben 1.011 Personen teilgenommen. Die Stichprobe ist laut dem Umfrageinstitut Marketagent.com repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 20 und 55 Jahren mit höherer Bildung in einem Angestelltenverhältnis. Die Befragung wurde zwischen 24. April und 2. Mai von StepStone Österreich und Marketagent.com durchgeführt.

Frauen sind zufriedener

Vier von fünf Befragten gaben an mit ihrem aktuellen Gehalt zufrieden zu sein. Rund ein Fünftel der Frauen waren mit ihrem Gehalt sehr zufrieden, bei Männern waren es mit 14,3 Prozent etwas weniger. Laut den Umfrageergebnissen nimmt die Gehaltszufriedenheit im Laufe des Berufslebens bei Frauen ab und bei Männern zu.

Die Problematik der Gehaltsschere wird unterschiedlich bewertet: Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern nahmen 13,7 Prozent der Männer und 24,7 Prozent der Frauen wahr. Die Hälfte der befragten Männer und 42,7 Prozent der Frauen gaben an, dass es in Firma, in der sie arbeiten, keine großen Gehaltsunterschiede zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten gibt. 43,1 Prozent der Männer bejahten die Aussage, dass Frauen grundsätzlich für die gleiche Leistung weniger verdienen als Männer. Bei Frauen lag dieser Wert bei 71,9 Prozent.

Um gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit zwischen Männern und Frauen durchzusetzen, wird von manchen Politikern und Gewerkschaftern oftmals Gehaltstransparenz eingefordert. Knapp zwei Drittel der befragten Frauen sprachen sich für Transparenz aus, bei Männern waren es 54,6 Prozent. (APA, 27.6.2017)

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    foto: apa/spencer pla
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