US-Handelsminister Ross sagt Besuch in Berlin überraschend ab

27. Juni 2017, 10:30
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Drohende Strafen für europäische Stahlproduzenten in den USA wären ein Thema gewesen

Berlin – US-Handelsminister Wilbur Ross hat seine Reise nach Deutschland kurzfristig abgesagt. Die Gründe für die Absage seien noch unklar, teilte das deutsche Wirtschaftsministerium am Dienstag mit. Eineinhalb Wochen vor dem G20-Gipfel in Hamburg wollte Ross sich mit der deutschen Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) treffen. Er habe am Montagabend unter Verweis auf einen kurzfristigen Termin abgesagt, den er bei US-Präsident Donald Trump habe.

Bei dem Treffen in Berlin sollte es auch um den seit Monaten schwelenden Handelskonflikt mit den USA sowie drohende Strafen für europäische Stahlproduzenten in den USA gehen.

Dumpingvorwürfe

Im März hatten die USA Dumpingvorwürfe erhoben. Noch im Juni wollte Ross zudem einen Bericht zu der Frage vorlegen, ob Stahlimporte auch aus der EU als Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA eingestuft werden können. Deutschland weist die Vorwürfe zurück.

Hintergrund des Konflikts ist Trumps "Amerika zuerst"-Politik. Diese Abschottung gefährdet auch eine gemeinsame Linie der führenden Wirtschaftsmächte. Die Staats- und Regierungschefs der G20 beraten Anfang Juli in Hamburg auch über Handelsfragen. (APA, 27.6.2017)

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