US-Image leidet seit Trumps Amtsantritt massiv

27. Juni 2017, 10:06
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Die Zustimmung litt besonders in Kanada, Mexiko und Westeuropa

Washington – Das Ansehen der USA leidet nach der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump deutlich. Einer Studie des Washingtoner Pew Research Center zufolge geben in 37 Ländern nur noch 49 Prozent der Befragten an, eine vorteilhafte Meinung über die USA zu haben. Trump ist seit Jänner im Amt, unter seinem Vorgänger Barack Obama lag die Zustimmung zuletzt noch bei 64 Prozent.

Trump hat erklärt, Amerika müsse immer an erster Stelle stehen. Länder wie Deutschland und China greift er wegen hoher Handelsüberschüsse an, aus dem Weltklimavertrag will er aussteigen. Besonders gelitten hat das US-Image zuletzt bei den Nachbarn Kanada und Mexiko, aber auch in Westeuropa. In Mexiko stürzte die Zustimmung von 66 auf 30 Prozent ab. Trump will an der Grenze eine Mauer bauen und die Kosten dafür Mexiko aufbürden.

In Kanada und Deutschland fielen die Werte um jeweils 22 Punkte auf 43 beziehungsweise 35 Prozent. In vielen europäischen Staaten sind die USA damit in etwa so unbeliebt wie 2003 unter George Bush, der damals militärisch im Irak intervenierte.

Trump-Werte ebenfalls schlecht

Österreichische Bürger wurden für die Studie nicht befragt. Insgesamt basiert sie auf Antworten von mehr als 40.000 Personen, die zwischen Mitte Februar und Anfang Mai interviewt wurden.

Noch negativer als die Werte für das Land fielen die Einschätzungen der Person Trump aus. Nur 22 Prozent gaben an, der Republikaner werde in der Weltpolitik die richtigen Dinge machen. Dagegen hatten Obama 64 Prozent vertraut. Besser als Trump schnitten mit 27 beziehungsweise 28 Prozent Russlands Präsident Wladimir Putin und China Präsident Xi Jinping ab. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel kam hier auf 42 Prozent.

In Mexiko kam Trump nur auf eine Zustimmungsquote von fünf Prozent, in Spanien waren es sieben Prozent. Viele Befragte halten ihn für arrogant (75 Prozent), intolerant (65 Prozent) und gefährlich (62 Prozent), allerdings auch für einen "starken Anführer" (55 Prozent). Im Vergleich zu Obama schneidet Trump in Russland deutlich besser ab, ebenso in Israel. (APA, Reuters, 27.6.2017)

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