Insider: Fusionsbemühungen von T-Mobile US und Sprint vorerst auf Eis

    27. Juni 2017, 08:05
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    Sprint verhandelt offenbar mit Charter und Comcast

    Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US wird bei ihren Fusionsbemühungen in Amerika vorerst ausgebremst. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, der US-Mobilfunkanbieter Sprint sei in exklusiven Verhandlungen mit den Kabelfirmen Charter Communications und Comcast eingetreten.

    Diese seien auf zwei Monate angelegt. Es gehe um eine intensivere Zusammenarbeit der Firmen im Mobilfunkbereich. Die Fusionsgespräche von Sprint mit T-Mobile lägen daher bis Ende Juli auf Eis. Die beteiligten Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.

    Viele Fragezeichen

    Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" könnten Charter und Comcast eine Kapitalbeteiligung an Sprint anstreben. Dann könnte der viertgrößte US-Mobilfunkanbieter wieder stärker in sein Netz investieren, schreibt das Blatt. Die Insider sagten Reuters, eine Sprint-Übernahme durch die beiden Kabelfirmen sei unwahrscheinlich. Auch müsse eine engere Kooperation mit Charter und Comcast nicht zwingend das Aus für eine Fusion mit T-Mobile US bedeuten.

    Bisher sind Zusammenschlüsse in der hart umkämpften US-Mobilfunkbranche oft an Kartellbedenken gescheitert. Das könnte sich unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump aber ändern. (APA, 27.6.2017)

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