Belgisches Nationalteam: Heimspiele vielleicht bald im Ausland

26. Juni 2017, 17:20
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Bau eines neuen Stadions in Brüssel verzögert sich

Brüssel – Die belgische Fußball-Nationalmannschaft könnte ab 2018 ihre Heimspiele in Frankreich oder in den Niederlanden austragen müssen. Der Bau des neuen Nationalstadions für die Europameisterschaft 2020 in Brüssel wurde immer noch nicht fixiert, geeignete Alternativen fehlen.

Bisher wurden die Heimspiele im veralteten König-Baudouin-Stadion, das eine Kapazität von mehr als 50.000 Plätzen hat, ausgetragen. Die Arena in Brüssel verfällt stetig, 2018 läuft zusätzlich der Vertrag aus. In Belgien gibt es aktuell kein anderes Stadion mit einem Fassungsvermögen von mindestens 40.000 Plätzen.

"Wir werden sehen, ob ein neues Stadion gebaut wird, ob die alten renoviert werden, oder ob Klubs ihr Stadion erweitern. Es gibt eine Lösung: Im Ausland spielen", meinte Gerard Linard, der erst vergangene Woche neugewählte Präsident des belgischen Fußballverbandes. "Ich sage nicht, dass wir es tun sollten und ich weiß nicht, ob es machbar ist, aber es ist eine Frage, die wir angehen müssen", fügte der 74-Jährige am Montag laut lokalen Medienberichten hinzu.

Bei den Fans kommt dieser Vorschlag naturgemäß überhaupt nicht gut an. "Das wird lächerlich. Wir werden das Gespött Europas sein", sagte Michael Vandersteen, Vorsitzender des größten Fanclubs der "Red Devils". In den vergangenen Monaten gab es in Belgien hitzige politische Debatten über den Bau eines neues Nationalstadions für die EURO 2020. Diese soll in 13 Ländern ausgetragen werden, auch in Belgien sind drei Gruppenspiele und ein Achtelfinal- oder Viertelfinalspiel vorgesehen. (APA, red – 26.7. 2017)

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