Nachtschichten könnten DNA-Reparatur bremsen

27. Juni 2017, 06:00
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foto: elise amendola/ap/dapd

Seattle – US-Forscher berichten im Journal "Occupational & Environmental Medicine", dass sich Nachtarbeit möglicherweise negativ auf die DNA-Reparatur auswirkt. Sie maßen im Urin von Schichtarbeitern stark verringerte Levels von 8-Hydroxydesoxyguanosin.

Dieses Molekül gilt als Biomarker für oxidativen Stress, ein Mangel daran könnte eingeschränkte Leistungsfähigkeit des körpereigenen Reparatursystems anzeigen. Die Forscher um Parveen Bhatti vom Fred Hutchinson Cancer Research Center vermuten einen Zusammenhang mit der bei Nachtarbeitern ebenfalls verringerten Produktion des Hormons Melatonin, das unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert.

Das Team räumt ein, dass es für seine Studie nur ein kleines Sample verwendete: 50 Personen, die in der Gesundheitsversorgung arbeiteten und sowohl altersmäßig als auch in Bezug auf die Ethnizität wenig gestreut waren. Außerdem konnten zwar einige Faktoren wie Alkoholkonsum oder Schlafdauer miteinbezogen werden – andere und möglicherweise ähnlich relevante wie die Ernährung aber nicht. Trotzdem sind sie davon überzeugt, dass der Zusammenhang zwischen niedrigen Melatonin- und 8-Hydroxydesoxyguanosinlevels sowie ungenügender DNA-Reparatur besteht. (red, 27. 6. 2017)

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