Tausende Strafen annulliert: Blitzer durch Wannacry lahmgelegt

    26. Juni 2017, 14:53
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    Ransomware hatte Blitzer befallen – Australische Polizei rätselt über Infizierung

    Wannacry sorgte bei vielen Systemadministratoren und Privatnutzern für schlaflose Nächte und Kopfzerbrechen. In Australien dürfte die Ransomware aber viele Menschen erfreuen. Dort hat der Trojaner nämlich Blitzer befallen, wodurch hunderte Verkehrsstrafen zurückgezogen wurden. Betroffen sind alle Strafen, die auf Aufnahmen von 55 Verkehrskameras in Melbourne von 6. Bis 22. Juni zurückgehen.

    Bis zu 8.000 Strafen nichtig gemacht

    Die australische Polizei geht davon aus, dass bis zu 8.000 Strafen nun nichtig gemacht werden, da mehr Kameras betroffen sein dürften. Die Kameras wurden offenbar mit einer Windows-Version ohne notwendige Sicherheitsupdates betrieben. In puncto Infizierung herrscht Rätselraten bei der Polizei, da die Blitzer nicht mit dem Internet verbunden sind. Möglich ist, dass dies durch einen USB-Stick passiert ist.

    Blitzer haben korrekt funktioniert

    Laut der Polizei haben die Kameras trotz Ransomware korrekt geblitzt. Man würde die Strafen jedoch annullieren, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Verkehrsüberwachungssystem nicht zu gefährden. (red, 26.6.2017)

    • In Australien legte die Ransomware Wannacry tausende Blitzer lahm.
      foto: apa/dietze

      In Australien legte die Ransomware Wannacry tausende Blitzer lahm.

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