Zentralmatura: Deutlich bessere Ergebnisse als im Vorjahr

26. Juni 2017, 13:55
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In Mathematik ist die Nicht-genügend-Quote auf die Hälfte gesunken

An den AHS war es bereits der dritte Durchgang, berufsbildende höhere Schule (BHS) waren zum zweiten Mal dabei, und für die Berufsreifeprüfung war es die Premiere: "Die Zentralmatura ist heuer problemlos und erfolgreich verlaufen", sagte Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) bei der Präsentation der schriftlichen Ergebnisse am Montag. Vor allem in Mathematik erzielten die Schüler deutlich bessere Ergebnisse als 2016.

Die Fünferquote bei der Mathematikprüfung an den AHS ist im Vergleich zum Vorjahr auf weniger als die Hälfte gesunken, zeigen die vorläufigen Zentralmatura-Ergebnisse. 11,8 Prozent der AHS-Maturanten erhielten in diesem Jahr ein Nicht genügend in Mathematik. Im Vorjahr waren es noch rund 22 Prozent. Mehr als die Hälfte davon konnten ihren Fünfer bei einer Kompensationsprüfungen ausbessern. Somit haben 95,2 Prozent der Kandidaten die Mathematikmatura bestanden. Im Vorjahr waren es 93 Prozent. Deutsch haben 99,1 Prozent bestanden, 98 Prozent auch Englisch.

Berufsreifeprüfung

Auch an den BHS erzielten die Schüler bessere Ergebnisse. Deutsch schafften 99,3 Prozent, Englisch 96,8 Prozent (2015/16: 95,8), das Prüfungsfach Angewandte Mathematik konnten 96,7 Prozent positiv abschließen (2015/16: 95,2). Bei der Berufsreifeprüfung schlossen 79,5 Prozent Angewandte Mathematik positiv ab. Mathematik ist das einzige Fach, das bei der Berufsreifeprüfung schriftlich und standardisiert abgeprüft wird, Vergleichszahlen aus dem Vorjahr gibt es nicht. Für Hammerschmid ist aber auch dieses Abschneiden im Rahmen dessen, was erwartet wurde.

Der Grund für die besseren Ergebnisse seien jedenfalls nicht einfachere Prüfungsaufgaben, hieß es bei der Präsentation. Jeder Zentralmatura-Durchgang habe eine zweijährige Vorlaufzeit. "Gezielte Maßnahmen haben gegriffen", sagt die Bildungsministerin. Durch die Zentralmatura sei es möglich, genau zu schauen, welche Schule wie abschneidet. Gerade in der AHS-Kurzform des Oberstufenrealgymnasiums waren die Ergebnisse 2016 in Mathematik ernüchternd. 32,5 Prozent wurden damals negativ beurteilt, im aktuellen Durchgang waren es nur noch 18,5 Prozent. Neben gezielter Lehrerfortbildung gehören auch Kompetenzchecks mit möglichen Förderkursen zu den Verbesserungsmaßnahmen an den Schulen.

Gender Gap

Wie schon im Vorjahr gibt es auch beim aktuellen Durchgang der Zentralmatura zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Mädchen schneiden in Deutsch besser ab, Burschen in Englisch und Mathematik. Mädchen konnten aber ihren Fünfer in Mathematik durch die Kompensationsprüfungen eher verbessern als Burschen: So sinkt die Negativquote der Burschen durch die Kompensationsprüfung von 8,3 auf 3,5 Prozent, bei den Mädchen von 14,2 auf 5,7 Prozent.

Insgesamt waren 342 AHS und 325 BHS dabei. 46.000 Schülerinnen und Schüler maturierten in Deutsch, weitere 4.000 waren über die Berufsreifeprüfung im Fach Deutsch dabei. (ost, 26.6.2017)

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