Quick-Einstellung: Viele Schülerausweise und Wertkarten betroffen

    26. Juni 2017, 11:10
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    Ende Juli ist Quick auf der Bankomatkarte Geschichte. Betroffen sind aber auch Educards und Studentenausweise

    Mit 31. Juli wird die bargeldlose Bezahlfunktion Quick eingestellt. Mit dem Dienst konnten kleinere Beträge auf Maestro-Karten geladen und bei Bezahlterminals, Park-, Getränke- und Zigarettenautomaten entladen werden, ohne dass ein PIN-Code eingegeben werden musste. Der Betreiber Paylife, der von der Schweizer Six-Gruppe gekauft wurde, begründet das Abstellen mit geringer Nachfrage und neuer Technologie.

    Für viele Betriebe bedeutet die Neuerung: umrüsten. Zudem kommen auf viele Nutzer Umstellungen zu. So nutzen viele Unternehmen Quick für firmeneigene Prepaid-Karten, beispielsweise als Guthaben für Kantinen. Auch Gemeinden sind betroffen, sind doch viele Parkautomaten nicht für kontaktloses Zahlen gerüstet.

    NFC gehört die Zukunft

    Genau in diese Richtung will Paylife künftig gehen. Near Field Communication (NFC) via Bankomatkarte sei die "moderne Alternative" für die Begleichung kleiner Rechnungen. Das sei auch der Grund dafür, dass Quick Ende Juli abgedreht wird. Ab diesem Zeitpunkt können Guthaben weder geladen noch verbraucht werden. Restbestände auf der Maestro-Karte können bis Jahresende am Bankomaten aufs Konto transferiert werden. Bei Quick-Wertkarten muss ein ausgefülltes Formular an Six gesandt werden, damit man an sein Geld kommt.

    Es gibt aber auch noch andere Umstände, die nicht jedermann glücklich machen. Während bei Quick das Guthaben direkt am Chip auf der Karte hinterlegt ist, funktioniert NFC nur mit Netzzugang. Für zahlreiche Automaten wird sich die Umrüstung nicht rentieren. Auch die Quick-Funktion auf Schüler- (Educards) und Studentenausweisen wird gelöscht. (red, 26.6.2017)

    • Der Bankomat wird um eine Funktion ärmer.
      foto: apa/helmut fohringer

      Der Bankomat wird um eine Funktion ärmer.

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