Iran will Beziehungen zu Katar inmitten der Krise vertiefen

25. Juni 2017, 20:11
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Präsident Rohani unterstützt Emirat mit Lebensmittellieferungen

Teheran – In der diplomatischen Krise um das Golf-Emirat Katar hat sich der Iran mit Nachdruck auf die Seite Katars gestellt. Die iranische Politik ziele darauf ab, die Beziehungen zu Katar "immer weiter zu entwickeln", sagte der iranische Präsident Hassan Rohani am Sonntag nach einem Telefonat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani.

Der Iran stehe "an der Seite des Volkes und der Regierung von Katar", erklärte Rohani. Der iranische Luftraum ebenso wie seine Seegebiete und sein Territorium stünden Katar "jederzeit offen", das Emirat sei "ein Bruderstaat".

Lebensmittellieferung über Persischen Golf

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade verhängt. Der Iran kündigte inzwischen an, jeden Tag über den Persischen Golf rund 1.100 Tonnen Früchte und Gemüse nach Katar zu liefern.

Rückhalt erhielt Katar auch vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Eine Liste mit 13 Forderungen, die die Gegner Katars als Bedingungen für ein Ende der Isolierung formuliert hatten, verstoße gegen internationales Recht, sagte Erdoğan am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Anadolu.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten begründeten ihre ultimativen Forderungen mit dem Vorwurf, das Emirat unterstütze radikale Gruppen wie die ägyptische Muslimbruderschaft, die palästinensische Hamas, die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" und Al-Kaida.

Die Gegner Katars fordern laut Medienberichten unter anderem die Schließung des Nachrichtensenders Al-Jazeera, eine Distanzierung vom Iran und die Schließung eines türkischen Militärstützpunkts. Katar wies die Forderungen am Samstag zurück. (APA, 25.6.2017)

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