Der Wert der Dinge: "Der kleine Prinz" auf Kika

26. Juni 2017, 07:00
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Kinder kosten Zeit, Mühe und Geld. Aber man braucht es nicht jeden Tag so zu halten wie der Geschäftsmann in der Serie, der alle Dinge nur nach ihrem Wert bemisst

Die Verarbeitung von im Kino oder Fernsehen Gesehenem muss für Kinder nicht unbedingt im Spielzeuggeschäft stattfinden, in dem auf die Dringlichkeit und Notwendigkeit des Erwerbs von Prinzessin Anna oder Autobot Bumblebee in entsprechender Form und Ausstattung hingewiesen wird.

Nein, man kann zum Beispiel ein Planetenmobile basteln, ein Freundschaftsband knüpfen, ein Hosentaschenmemo gestalten, oder auf einem Briefpapier geheime Nachrichten schreiben. Nicht zu vergessen der Papierflieger, der mit Sternenstickern beklebt nur darauf wartet, losgeschickt zu werden.

Dass das Nachwirken von Eindrücken im Kindesalter anders funktioniert als bei jenen, die dafür das entsprechende Angebot in Form von Filmen, Serien und Spielzeugartikeln stellen, weiß aber glücklicherweise auch der Kinderkanal Kika.

Wenn sich also "Der Kleine Prinz" (Mo-Fr, 19.00), frei nach Saint-Exupéry, auf die Reise von einem Planeten zum nächsten begibt, mit seinem gezähmten Fuchs Freundschaft schließt und seiner geliebten Rose Briefe schreibt, dann findet man auf der Homepage des Senders flugs die entsprechende Anleitung zur Herstellung dieser bald nicht nur für den Prinzen wichtigen Dinge. Sozusagen im Gepäck. Dazu gern noch ein Video als Bastelanleitung und die liebevoll erklärten Charaktere zum Ausdrucken.

Es ist ja so: Kinder kosten Zeit, Mühe und Geld. Aber man braucht es nicht jeden Tag so zu halten wie der Geschäftsmann in der Serie, der alle Dinge nur nach ihrem Wert bemisst. Oder so wie der Geograf, ganz ohne Sinn für Poesie und Scherze. Dafür steht dann vielleicht auf einem der Rose zugedachten Briefe etwas drauf, das man nur mit dem Herzen gut lesen kann. (Michael Pekler, 26.6.2017)

  • "Der kleine Prinz" auf Kika.
    foto: kika

    "Der kleine Prinz" auf Kika.

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