Kassenleistungen werden einheitlicher

25. Juni 2017, 14:38
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Gesundheitsministerin Rendi-Wagner pocht auf Verbesserungen in der Zahnmedizin, Ärztekammer skeptisch

Wien – Die von den Krankenkassen erbrachten Leistungen sollen einheitlicher werden. Eine entsprechende Initiative hat die Trägerkonferenz des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger vor kurzem gesetzt. Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) sieht hier einen guten Schritt, will aber, dass die Vereinheitlichung etwa auch auf die Zahnmedizin ausgedehnt wird.

Zehn Felder vereinheitlicht

Es gilt seit Jahren als Ärgernis, dass es oft von der Krankenkasse abhängt, welche Leistungen dem Versicherten zur Verfügung gestellt werden bzw. wie viel er dazu beizutragen hat – und das selbst wenn die selben Beiträge gezahlt werden. Der neue Chef des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger Alexander Biach kann nun als Erfolg vorweisen, dass in mehr als zehn Gesundheitsfeldern eine Vereinheitlichung zustande kommt. Bis zum Herbst soll die Umsetzung erfolgen.

Einheitlich sind etwa künftig die Zuschüsse zu Rollstühlen, Windeln oder Zeckenimpfungen. Eine klare Verbesserung gibt es für chronisch Kranke, die Transportdienste in Anspruch nehmen müssen. Sie zahlen künftig keinen Selbstbehalt, wenn sie etwa zu Dialyse, Chemo- oder Strahlentherapie gebracht werden.

Rendi-Wagner betont nun in einem Statement, ihr sei wichtig, dass alle Menschen im Gesundheitssystem die gleichen Leistungen bekämen, unabhängig davon wo sie versichert seien. Die Sozialversicherung habe mit den Leistungsangleichungen einen guten ersten Schritt gesetzt. Diesen begonnenen Weg müsse man jetzt weitergehen und sich auch andere Bereiche anschauen, wo es noch Verbesserungen und Angleichungen zwischen den verschiedenen Krankenkassenleistungen brauche, beispielsweise eben in der Zahnmedizin.

Ärztekammer skeptisch

Für die Ärztekammer müsse sichergestellt werden, dass es bei der Vereinheitlichung der Kassenleistungen weder bei den Leistungen noch bei deren Finanzierung zu einer Nivellierung nach unten käme, meinte Präsident Thomas Szekeres am Sonntag in einer Aussendung. Ein "Spielraum nach unten" bestehe jedenfalls nicht mehr. (APA, 25.6.2017)

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