Erdogan erleidet Schwächeanfall beim Gebet

25. Juni 2017, 14:23
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Türkischer Präsident kollabiert in Moschee in Istanbul bei Gebet zum Ende des Ramadan

Istanbul – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat beim Gebet zum Fest "Eid al-Fitr" einen Schwächeanfall erlitten. Laut türkischen Medienberichten kollabierte er nach Angaben von Kathpress am Sonntagmorgen in einer Moschee in Istanbul und musste auf eine Trage gelegt werden. Er erholte sich jedoch rasch wieder.

Anschließend sagte Erdogan, der Schwächeanfall sei auf Blutdruckprobleme in Zusammenhang mit seiner Diabetes-Erkrankung zurückzuführen.

Mit dem mehrtägigen "Eid al-Fitr", auf Türkisch Seker Bayrami oder "Zuckerfest" genannt, endet der muslimische Fastenmonat Ramadan. Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion neben dem Pilgern nach Mekka, den täglichen Gebetszeiten, dem Glaubensbekenntnis zu Allah als einzigem Gott und dem Almosengeben.

Forderung nach Abzug von Truppen aus Katar respektlos

Was die Forderung arabischer Staaten nach einem Ende der militärischen Kooperation seines Landes mit Katar betrifft, so bezeichnet Erdogan diese als "Respektlosigkeit".

"Wenn wir mit irgendeinem Land ein Verteidigungsbündnis abschließen, fragen wir etwa jemanden um Erlaubnis?", sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag vor Journalisten in Istanbul.

Die Türkei sei kein gewöhnlicher Staat. "Deswegen ist ein Ansatz, wie von der Türkei den Abzug der Soldaten zu verlangen, auch gegen die Türkei eine Respektlosigkeit", sagte Erdogan. Die Übermittlung der Forderungsliste an Katar verstoße zudem gegen internationales Recht.

In der diplomatischen Krise mit Katar hatten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate am Donnerstag eine Forderungsliste mit 13 Punkten an Doha übergeben. Die Vorgaben verlangen unter anderem, dass das Emirat die Beziehungen zum Iran einschränkt, den Sender Al-Jazeera schließt und die militärische Kooperation mit Ankara beendet.

Die Türkei unterhält eine Militärbasis in Katar, die Teil eines Verteidigungsabkommens aus dem Jahr 2014 ist. Erst kürzlich hatte das Parlament in Ankara einen Ausbau der Zusammenarbeit und eine Stationierung zusätzlicher Truppen beschlossen. Erdogan ist ein enger Verbündeter der Führung Katars, pflegt allerdings auch gute Beziehungen zu anderen Golfstaaten. (APA, 25.6.2017)

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