Federer im Halle-Finale gegen Zverev

24. Juni 2017, 15:18
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Schweizer in erstem Duell mit 14 Jahre jüngerem Chatschanow mit Mühe, aber auch mit dem besseren Ende – nun zum elften Mal im Finale

Halle – Roger Federer (35) greift beim Rasenturnier in Halle/Westfalen nach seinem neunten Titel. Der Rekordsieger aus der Schweiz gewann im Halbfinale gegen den 14 Jahre jüngeren Russen Karen Chatschanow nach einer mäßigen Vorstellung mit 6:4, 7:6 (7:5). Nach 1:25 Stunden verwandelte Federer unter dem geschlossenen Stadiondach seinen ersten Matchball.

"Es war sofort zu sehen, dass es kein einfaches Match wird, es ist immer ungewiss gegen einen Spieler, den ich nicht so gut kenne", sagte Federer: "Am Schluss hat er mehr Druck von der Grundlinie gemacht. Man weiß nie genau, wohin er spielt. Seine Vorhand ist ein bisschen wild. Ich bin froh, dass er am Ende bei seinem Satzball und bei meinem Matchball verzogen hat."

Finale gegen Zverev

Im Endspiel am Sonntag (13.05 Uhr), seinem elften bei den Gerry Weber Open, bekommt es Federer mit Alexander Zverev (Nr. 4) zu tun. Der 20-jährige Deutsche setzte sich im Halbfinale gegen den Franzosen Richard Gasquet nach 1:52 Stunden 4:6, 6:4, 6:3 durch. Im vergangenen Jahr unterlag Federer Zverev im Halbfinale.

Federer winkt sein insgesamt 92. Turniersieg auf der Profitour und sein vierter in dieser Saison. Er hatte bei den Australian Open und den Masters in Indian Wells und Miami triumphiert, ehe er während der Sandplatzsaison pausierte.

Nicht in Topform

Gegen den Weltranglisten-38. Chatschanow musste Federer nach seinen Siegen gegen die deutsche Nummer zwei Mischa Zverev (Hamburg) und Titelverteidiger Florian Mayer (Bayreuth) nicht an seine Leistungsgrenze gehen. Er konnte sich wie im zweiten Satz sogar einige Unkonzentriertheiten erlauben, als er beim Stand von 5:4 zum Matchgewinn aufschlug, Chatschanow jedoch wieder zurück ins Spiel kommen ließ.

Beinahe hätte Federer die Schwächephase in die Verlängerung gezwungen, doch Chatschanow vergab vor dem Tiebreak zwei Satzbälle. So blieb der Publikumsliebling auch nach dem vierten Spiel im Turnierverlauf ohne Satzverlust und sparte dank einiger Fehler seines Gegners Kraft für das Endspiel.

In Halle hat Federer von 2003 bis 2006, 2008 und von 2013 bis 2014 triumphiert. Seine Finalniederlagen kassierte er 2010 gegen Lleyton Hewitt und 2012 gegen Tommy Haas. (sid, 24.6.2017)

  • Roger Federer steht in Halle wie so oft im Finale.
    foto: apa/afp/carmen jaspersen

    Roger Federer steht in Halle wie so oft im Finale.

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