Morbus Parkinson könnte eine Autoimmunreaktion sein

24. Juni 2017, 12:00
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New York – Obwohl Parkinson zu den häufigsten neurodegenerativen Alterserkrankungen zählt, sind die Ursachen nach wie vor unklar. Fest steht nur, dass es im Verlauf der Krankheit zum Absterben von Zellen im Mittelhirn kommt, die für die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin verantwortlich sind. Ein Forscherteam um David Sulzer von der Columbia University in New York berichten nun jedoch im Fachblatt "Nature" von Anzeichen dafür, dass Parkinson mit einer Autoimmunreaktion zusammenhängen könnte.

Die Wissenschafter konnten beobachten, dass Abwehrzellen von Parkinson-Patienten irrtümlicherweise ein Protein in den Nervenzellen angreifen. Der Mechanismus könnte unter anderem erklären, warum Menschen mit bestimmten Genvarianten anfälliger für Parkinson sind. Die Erkenntnisse könnten zu feineren Diagnosverfahren und neuen Therapieansätzen führen. (tberg, 24.6.2017)

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