30 Kinder in Rumänien an Masern gestorben

23. Juni 2017, 15:42
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Das Gesundheitsamt erklärt die Todesfälle mit der sinkenden Durchimpfungsrate bei Kindern. In manchen rumänischen Medien finden regelrechte Anti-Impf-Kampagnen statt

Bukarest – In Rumänien sind seit August 2016 insgesamt 30 Kinder an den Folgen einer Masern-Erkrankung gestorben. Das teilte das nationale Gesundheitsamt in Bukarest am Freitag mit. Ein weiterer möglicher Masern-Todesfall werde derzeit untersucht. Dabei handelt es sich um ein sieben Monate altes Baby aus der westrumänischen Stadt Arad, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax.

Die Zahl der Erkrankungen liegt nach Auskunft des Gesundheitsamts bei 7.282. Experten führen die Masern-Epidemie in Rumänien darauf zurück, dass nicht alle Kinder geimpft werden. Hintergrund seien zeitweilige Engpässe der Versorgung mit Impfstoff, mangelnde Aufklärung in ärmeren Bevölkerungsschichten, aber auch ideologisch-religiös motivierte Kampagnen gegen das Impfen in manchen Medien. (APA, 23.6.2017)

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