Kern führt rote Liste in Wien an

23. Juni 2017, 14:58
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Landesliste im Reißverschlussprinzip, halbe-halbe auf den Wahlkreislisten

Wien – Bundeskanzler Christian Kern ist nicht nur im Bund, sondern auch in Wien Spitzenkandidat der SPÖ. Hinter ihm folgt auf den aussichtsreichen Plätzen der Landesliste die rote Parlamentsprominenz, Nationalratspräsidentin Doris Bures und Klubobmann Andreas Schieder.

Im Reißverschlusssystem geht es weiter mit Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl und Finanzsprecher Kai Jan Krainer; die beiden sitzen jetzt schon (wie Schieder) auf einem Wiener Landesmandat im Nationalrat. Auch einige Mitglieder des Regierungsteams stehen auf der Wiener Liste: Staatssekretärin Muna Duzdar auf Platz sechs, dann (nach GPA-Chef Wolfgang Katzian) Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner, gefolgt von Kanzleramtsminister Thomas Drozda.

"Stolz auf bunte Liste"

Aussichtsreich sind die ersten drei, vier, eventuell fünf Plätze – so viele Mandate bekam die SPÖ bei den vergangenen Wahlen auf Wiener Landesebene. Viele Kandidaten stehen allerdings auch auf Wahlkreislisten beziehungsweise dem Bundeswahlvorschlag. So sitzt Josef Cap auf einem Bundesmandat; für die nächste Wahl findet er sich in Wien nur auf Platz zwei im Wahlkreis Wien Nord-West. Ohne Absicherung auf der Bundesliste ist sein Verbleib sehr fraglich, holte die SPÖ in diesem Wahlkreis 2013 doch nur ein Mandat.

Beschlossen wurden die Wiener Wahlvorschläge am Freitag vom Parteiausschuss. Landesparteisekretärin Sybille Straubinger zeigte sich in einer Aussendung "stolz auf die bunte Liste", die erfahrene und frische Kandidaten unterschiedlicher Herkunft mit vielfältigen Professionen und Expertisen biete. Für die 66 Plätze auf Landesebene wurde das Reißverschlussprinzip angewandt, in den Regionalwahlkreisen sind die Plätze (nicht immer abwechselnd) halbe-halbe auf Männer und Frauen verteilt.

Bei den Spitzenplätzen in den Wahlkreisen dominieren die Frauen. Fünf Listenerste sind weiblich: Pamela Rendi-Wagner (Innen-West), Petra Bayr (Süd), Doris Bures (Süd-West), Nurten Yilmaz (Nord-West) und Ruth Becher (Nord). Und damit nur zwei männlich: Kai Jan Krainer (Innen-Süd) und Hannes Jarolim (Innen-Ost). Der Altersschnitt liegt laut Straubinger bei 43 Jahren, die jüngsten – allerdings aussichtslos gereihten – Kandidaten sind Faris Sider mit 19 (Landesliste) und Julian Kroyer mit 20 Jahren. (APA, 23.6.2017)

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