Über die Kreuzzüge des Mittelalters

26. Juni 2017, 09:30
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Reichtum, Macht und die Vergebung Ihrer Sünden wurde im 11. Jahrhundert den Christen versprochen, wenn Sie im Nahen Osten Muslime bekämpfen

"Gott will es!", antwortete die Menschenmenge auf die Predigt von Papst Urban III. im Jahr 1095. Der Papst versprach viel Verlockendes, wenn die Christen in das "Heilige Land" zögen, um Muslime zu bekämpfen und zu töten: Reichtum, Macht und dass ihnen ihre Sünden vergeben werden. Daraufhin hefteten sich viele Menschen Stoffkreuze an ihre Gewänder und machten sich auf den langen Weg. Die Kreuzfahrer fielen in Palästina ein und richteten dort ein furchtbares Blutbad an.

Das war der erste von insgesamt sieben Kreuzzügen von Europa in den Nahen Osten, die vom 11. bis zum 13. Jahrhundert stattfanden. Der letzte Kreuzzug führte im Jahr 1270 von Frankreich nach Tunis.

Kreuzzüge auch in Europa

Aber nicht alle Kreuzzüge führten in den Nahen Osten, manche fanden etwa in Norditalien, Südfrankreich oder Osteuropa statt. "Das Ziel waren nicht nur Muslime, sondern auch Menschen, die noch nicht zum christlichen Glauben bekehrt waren oder sich abgewandt hatten", sagt Historiker Wolfgang Gruber auf Ö1.

Die Kreuzzüge liegen viele Hundert Jahre zurück, werfen aber ihre Schatten bis in die Gegenwart. Gruber: "Der sogenannte Islamische Staat rechtfertigt seinen Terror damit, Rache für die Kreuzzüge des Mittelalters zu üben." (Lisa Breit, 26.6.2017)

Die letzte Ö1-Kinderuni über Kreuzzüge ist online nachzuhören, die nächste am Donnerstag um 16.40 Uhr widmet sich dem Thema "Wo brennt es? Von hohen Temperaturen und verbrannten Hautschichten".

  • Die Darstellung zeigt König Richard I. von England, genannt "Löwenherz", während des dritten Kreuzzuges.
    dpa/frankfurt-archiv

    Die Darstellung zeigt König Richard I. von England, genannt "Löwenherz", während des dritten Kreuzzuges.

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