One Plus 5 im Test: Pfeilschneller Androide im iPhone-Gewand

25. Juni 2017, 10:23
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Umstrittene Doppelkamera auf dem Prüfstand – Preisanstieg konterkariert Schnäppchenfaktor

Schon die letzten Leaks vor der Präsentation des One Plus 5 sorgten für Gesprächsstoff. Und auch nach der Enthüllung ging die Diskussion um die ästhetischen Qualitäten des Handys weiter. Aber nicht nur das: Während viele Rezensenten sich in ersten Tests zufrieden gaben, wurde das Handy von anderen deutlich kritisiert.

"Identitätsverlust" attestierte etwa The Verge dem Gerät, das man dort als "iPhone-Plagiat" sieht. Dazu ließ man auch kein gutes Haar an der Doppelkamera. "Ich bin vielleicht nicht zufrieden mit der Fotoqualität dieses Geräts, aber ich bin überwältigt davon, wie schnell es versagt", urteilte man bissig über die flotten Aufnahmen.

Es gibt also genug zu besprechen über das One Plus 5. Der WebStandard hat es daher einem ausführlichen Test unterzogen.

Alle, die eine kurzen Zusammenfassung der Erkenntnisse suchen – diese findet sich im letzten Abschnitt im Fazit.

foto: derstandard.at/pichler
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Offensichtliche Inspirationsquelle: iPhone

Man sollte dabei zuerst auf das Offensichtliche eingehen. Ja, Smartphones bestehen üblicherweise aus einem rechteckigen Gehäuse mit mehr oder weniger abgerundeten Ecken, einem großen Display auf der Vorderseite und einem deutlich sichtbaren Kameramodul aufder Rückseite. Der Designspielraum bei der Konzeption ist von dieser Limitation naturgemäß eingeschränkt.

Trotzdem ist es durchaus möglich, eigene Akzente zu setzen. Vergleicht man das One Plus 5 mit seinem Vorgänger, dem 3T, und dem iPhone 7 Plus, so wird insbesondere unter Betrachtung der Rückseite deutlich, dass sich der chinesische Hersteller in Kalifornien hat inspirieren lassen. Es gibt keinen Zwang, das Kameramodul genau so auszusehen zu lassen, es mitsamt Mikrofon und Blitz an die gleiche Stelle zu platzieren und auch das Antennenband praktisch ident zu gestalten.

Die Ähnlichkeiten sind zu offensichtlich, um sie als Zufall abtun zu können. Man darf den Kollegen von The Verge zugestehen, hier berechtigte Kritik zu üben.

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Stilbruch: Das One Plus 5 (rechts) neben seinem Vorgänger, dem One Plus 3T.

Gute Verarbeitung, üppige Maße

Positiverweise steht One Plus auch in Sachen Verarbeitung kaum etwas nach. Das Alugehäuse macht einen absolut wertigen Eindruck – egal ob hinsichtlich der Verbindung der Displayeinheit mit dem Rest, der Fräsungen der Lautsprecherlöcher oder anderer Aspekte. Lediglich die Lautstärkewippe, die gemeinsam mit einem Schnellschalter für verschiedene Benachrichtigungsmodi (Laut, Vibration, Stumm) auf der linken Seite liegt, hat eine Spur mehr Spiel, als sie sollte. Die Rückseite ist zudem etwas glatt, bei der Verwendung ist also Vorsicht geboten oder zu einer Hülle zuraten. Ach ja, und im Gegensatz zum Vorbild hat das Handy eine 3,5mm-Buchse für Kopfhörer und Headsets.

Ergonomisch hinkt man bei One Plus der Konkurrenz, ebenso wie Apple, allerdings hinterher. Das Handy ist zwar eine Spur schlanker ausgefallen, als das One Plus 3T, ist dafür aber rund zwei Millimeter höher und nur minimal schmaler (Maße: 154,2 x 74,1 x 7,3 Millimeter). Zwar ist es damit immer noch nicht so ausufernd wie das iPhone 7 Plus, spielt aber auch nicht in der gleichen Liga wie das Samsung S8 oder LG G6 und ihre "randlosen" Displays. In den meisten Fällen ist man bei der Nutzung des Geräts daher auf zwei Hände angewiesen.

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Auch für das One Plus 5 bietet der Hersteller wieder Schutzhüllen in verschiedener Optik an.

Gewohnt guter Bildschirm

Der AMOLED-Bildschirm selber bringt satte Farben und gute Kontraste mit, erreicht dabei aber nicht ganz das Niveau der teureren Konkurrenz. Kein Wunder, dürfte es doch das selbe Panel sein, das man schon im One Plus 3T verbaut hat.

Weiterhin bietet es eine Diagonale von 5,5 Zoll und Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel). Wer das Handy für mobile VR-Spielereien nutzen will, dürfte sich über den nicht erfolgten Schritt zu "2K" ärgern. Alle anderen profitieren, weil weniger Pixel auch weniger Last für Prozessor, Grafikeinheit und Akku bedeuten.

Unter dem Display liegt ein mit Keramik beschichteter Fingerabdruckscanner. Und der arbeitet angenehm flott und zuverlässig.

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State-of-the-Art-Ausstattung

Bei den "inneren Werten" steht One Plus der Konkurrenz im Flaggschiff-Segment um nichts nach. Für viel Rechenpower soll der Qualcomm Snapdragon 835 garantieren. Je nach Modell stehen ihm sechs oder acht GB Arbeitsspeicher bei 64 oder 128 GB Onboardspeicher zur Seite. Erweitern lässt dieser sich nicht.

Konnektivitätsseitig ist das Handy fast am allerneusten Stand. Es unterstützt 3G, ac-WLAN, GPS, NFC und Bluetooth 5.0. das LTE-Modem unterstützt allerdings nur Cat-12-LTE, obwohl der Snapdragon 835 auch Cat-16 unterstützen würde. Die maximal erreichbare Bandbreite liegt damit bei 600/100 mbit/s statt 1.000/100 mbit/s – angesichts der aktuellen Netzwerkinfrastruktur in hiesigen Breitengraden besteht hier derzeit nur am Papier ein Nachteil.

Mit 34 abgedeckten Frequenzen soll das Handy sich jedenfalls praktisch überall auf der Welt verbinden können, wo es Netzabdeckung gibt. Für globale Reisepläne ebenfalls praktisch: Es können zwei nanoSIMs eingesteckt werden.

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Der Schieberegler zum schnellen Wechsel der Lautstärkemodi.

Benchmark-Schummelei

An dieser Stelle würden jetzt normalerweise Ergebnisse mehrerer Benchmarks folgen, die einen ersten Vergleich des One Plus 5 mit anderen Geräten seiner Leistungsklasse ermöglichen würden.

Nachdem jedoch dank einer Untersuchung von XDA Developers bekannt wurde, dass der Hersteller per Anpassungen in seiner Firmware das Handy bei der Verwendung solcher Testtools härter arbeiten lässt, als bei anderen Anwendungen, entfällt dieser Check. Denn der erzielte Score – betroffen sind zumindest zwei der drei üblicherweise verwendeten Benchmarks – wäre künstlich überhöht und nicht repräsentativ.

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Der vorderseitige Fingerabdruckscanner.

Wirklich flott

Was sich aus der Alltagsnutzung sagen lässt: Das One Plus 5 ist flott – sehr flott sogar. Dafür sorgen drei Aspekte. Erstens hat man das auf Android 7.1 basierende "Oxygen OS"-System offenbar gut optimiert. Zweitens trägt der UFS 2.1-Speicher mit sehr schnellen Installationen und App-Starts ebenfalls zu dieser Wahrnehmung bei. Und drittens verstärkt sich der subjektive Eindruck auch dadurch, dass viele Systemanimationen einfach verkürzt wurden.

Es ist praktisch egal, welche Aufgaben man dem Smartphone vorsetzt und wie viele Apps man geöffnet lässt. Das getestete Modell mit acht GB RAM war auch durch intensives Multitasking nicht zu nennenswerten Aussetzern zu bringen. Auch längerer Betrieb von grafisch anspruchsvollen Games wie "Modern Combat 5" sorgte für keine Probleme, allerdings für beträchtliche Wärmeentwicklung auf der oberen Seite des Gehäuses. Der Leistung scheint diese keinen Abbruch zu tun.

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Das One Plus 5 (rechts) und das One Plus 3T in der Vorderansicht.

Android mit wenigen Anpassungen

Das System selbst ist gut aufgeräumt und dürfte Puristen erfreuen. Denn am Standardinterface hat One Plus nur geringe Änderungen vorgenommen. Der größte Eingriff ist ein vom Startbildschirm per Wischgeste nach links erreichbares "Dashboard", das neben Wetterinformationen auch eine Eingabefläche für Memos, einen Überblick über zuletzt genutzte Kontakte und Apps und optional via Widgets auch für andere Informationen bietet.

Ergänzt wurden neben ein paar eigenen Standard-Apps – etwa der Kontaktmanager und die Bildergalerie – auch Sonderfunktionen. Es gibt etwa einen (mittlerweile automatisierbaren) Nachtmodus, der das Display für angenehmere Nutzbarkeit konfiguriert und einen Lesemodus, in welchem anhand des neuen Ambient-Sensors ebenfalls eine Kalibrierung erfolgt, die besonders für den Konsum von E-Books und anderen Textinhalten ausgelegt ist. Der Lesemodus kann manuell eingeschalten werden, einfacher ist es aber, Apps festzulegen, bei deren Verwendung er vom System aktiviert werden soll.

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Großer Streitpunkt: Dualkamera

Das Herzstück des neuen One Plus-Spitzenmodells ist freilich seine Kamera. Der Hersteller hat den Umstieg von der einfachen zur Doppelkamera gewagt. Ein Sony IMX 398-Sensor mit 16 Megapixel wird von einer Weitwinkelkamera mit 20 Megapixel ergänzt, was in Kombination für schönere Fotos sorgen und zusätzliche Features ermöglichen soll. Damit hat dieses Handy das aktuell auflösungsstärkste Kamera-Duo am Start. Bekanntlich ist hohe Auflösung aber keine Garantie für qualitativen Bilderoutput.

Daher stellt sich die Frage, wer nun recht hat. Jene Medien, die dem Gerät sehr gute Qualitäten hinsichtlich der Kamera bescheinigt haben. Oder The Verge, wo man die Kamera verrissen hat. Die Antwort – nachprüfbar durch zahlreiche Bildbeispiele unter diesem Text – lautet: Die Schmähung war ungerechtfertigt.

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Zwei Schritte nach vorne...

Die Kamera des One Plus 5 bedeutet im Vergleich mit dem Vorgänger einen Fortschritt in den meisten Szenarien. In anderen wiederum schneidet sie schlechter ab. Bei guten Lichtbedingungen zeigen sich auf den Fotos satte Farben und realistische Kontraste.

Die in der Kritik bemängelten weichen Kanten treten gelegentlich auf, wenn der automatische Fokus bei einem Motiv mit vielen kleinen Details (zB. eine Anordnung von Büschen) zuerst versagt. Hier hilft manuelles Nachfokussieren. Abseits dieser sporadischen Aussetzer zeigt sich auch eine hohe Detailtreue. Bei abnehmendem Tageslicht macht sich dann die höhere Lichtstärke des Hauptsensors bemerkbar, denn Verfärbungen – das One Plus 3T neigt zu leichten Rotstichen – treten erst später auf und in den Szenen bleiben mehr Details erhalten. Bis hierhin profitiert das Smartphone von seinem extrem schnell arbeitenden Fokus.

...und einer zurück

Problematischer wird es, sobald nur noch Kunstlicht vorhanden ist. Dann können auch der flotte Fokus nebst dem elektronischen Bildstabilisierungssystem nicht mehr kompensieren, dass es keinen optischen Bildstabilisator mehr gibt (den der Vorgänger noch hatte). Im Prinzip geht man den Weg, den Google mit seinen Pixel-Smartphones eingeschlagen hat, ohne deren Fotoqualität zu erreichen. Fotos unter schlechteren Bedingungen zeigen tatsächlich deutlich aufgeweichte Kanten und ein auf farblich einheitlichen Flächen ausgeprägtes Rauschen. Zwei Schritten nach vorne folgt ein Schritt zurück.

Die Frontkamera liefert Bilder mit 16 Megapixel von ganz guter Qualität. Selfies im Dunklen lassen sich nun durch das Aufleuchten des Bildschirms verbessern – eine Anleihe vom iPhone. Überhaupt scheint sich auch die Umgestaltung der Kamera-App etwas an Apples Werk zu orientieren. Wie das iPhone 7 Plus bringt auch das One Plus 5 einen Porträtmodus und einen Zweifach-Zoom mit. In den Testshots hat die Erfassung des Vordergrundmotivs dabei fast immer zuverlässig geklappt.

Für den Zoom gilt das Gleiche, wie auch beim iPhone, dem Huawei P10 und anderen Handys mit dem Feature: Die Vergrößerung durch die Kombination der Outputs beider Kamerasensoren erbringt ein deutlich besseres Ergebnis, als das sonst übliche künstliche Aufblasen von Pixeln. Einem echten optischen Zoomsystem ist die Technik aber unterlegen.

Akustik und Empfang

Abschließend zurück zu den Basics. Der Lautsprecher des OnePlus 5 entspricht in etwa dem seines Vorgängers, ist dabei aber subjektiv etwas lauter. Den Volume-Regler aufs Maximum zu stellen, empfiehlt sich aber nicht. Denn dann wird der Klang recht undeutlich und überlagert von Übersteuerungseffekten. Auf mittlerer Lautstärke klingt er für ein Smartphone passabel, mehr aber nicht. Wer Musik genießen will, sollte einen Kopfhörer seiner Wahl anschließen – mitgeliefert werden übrigens keine.

Die Sprachqualität bei gutem Netzempfang ist auf Empfängerseite sehr gut. Man ist laut und klar zu verstehen. Die integrierten Mikrofone werden gut zur Filterung von Störgeräuschen eingesetzt. Gelegentlich treten leichte Verzerrungen auf, die aber auch netzbedingt sein könnten. Man selbst hört den Gesprächspartner durch den Ohrhörer ebenfalls laut, der Klang ist allerdings etwas dumpf. Eine Unterhaltung ist aber auch bei normalem Hintergrund- und Straßenlärm recht problemlos möglich.

Bei der Empfangsstärke an sich gibt sich das One Plus 5 keine Blöße. Netz- oder WLAN-Verbindungen hält es stabil. Das GPS-Modul fixiert den eigenen Standort merkbar flotter, als noch beim One Plus 3T. Zudem scheint die Ortung auch etwas präziser zu funktionieren.

Solide Akku-Performance, praktisches Schnellladesystem

Bleibt noch die Akkulaufzeit. 3.300 mAh bringt die Batterie des Mobiltelefons mit und ist damit nominell etwas kleiner als im Vorgänger (3.400 mAh). Dennoch verspricht der Hersteller eine Laufzeitsteigerung von 20 Prozent. Soweit innerhalb der Testzeit von zwei Tagen zu eruieren war, ist das wohl zu hoch gegriffen. Dem 3T ist das neue One Plus-Flaggschiff aber dennoch mehr als ebenbürtig, was wahrscheinlich dem Wechsel auf die sparsamere 14nm-Architektur mit dem Snapdragon 835 zu verdanken ist.

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Soll heißen: Selbst wenn man viel gleichzeitig auf dem Handy macht und es auch mit anspruchsvolleren Apps quält, reicht eine volle Ladung normal aus, um mit Reserven über den Arbeitstag zu kommen. Das Versprechen, mittels Aufladen über den Dash Charge-Schnellladestandard in 30 Minuten genug "auftanken" zu können, um das Handy einen Tag verwenden zu können, wird eingelöst. Von wenigen Prozenten wird das One Plus 5 in einer halben Stunde auf etwa 60 bis 70 Prozent geladen, was ausreichend ist – außer vielleicht für Poweruser und leidenschaftliche "Pokémon Go"-Spieler.

Der einzige Haken an der Sache: Um die volle Ladeleistung zu bekommen, muss man sowohl das mitgelieferte Ladegerät, als auch das Kabel des Herstellers nutzen. Auch bei einem anderen Ladegerät profitiert das Handy von höherem Output (5V/2.4A) , aber hier dauert es bereits gut eine Stunde, bis man die 70er-Schwelle erreicht.

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Fazit/TLDR: Gute Kamera mit Schwächen

Die große Ansage in der Werbebotschaft One Plus 5 ist seine Kamera, einhergehend mit einer Umstellung auf ein Dualcam-System. Ob den Worten ausreichend Taten gefolgt sind, muss jeder für sich selbst beurteilen. Unter den meisten Bedingungen sticht die blitzschnelle Kamera jene des Vorgängermodells aus und spielt nahe der Klasse von Samsung und Co. Gut arbeiten auch Sonderfunktionen wie der Porträtmodus und der Zweifachzoom.

Schwindet das Tageslicht zu sehr, zeigt sich jedoch die Auswirkung des fehlenden optischen Bildstabilisators. Fotos sind dann immer noch nicht schlecht, entsprechen aber eher dem, was man von einem guten Mittelklassesmartphone erwarten würde. Wieso die Wahrnehmung im Test von The Verge so viel schlechter ausfällt, lässt sich nur vermuten. Möglicherweise macht die mittlerweile auf Version 4.5.1 aktualisierte Firmware einen beträchtlichen Unterschied, vielleicht hat das US-Techmagazin aber auch ein Montagsgerät erwischt.

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Schnelles Handy, gute Akkulaufzeit

Abseits der geschmacklichen Vorlieben hinsichtlich der Abkupferung des iPhone 7 Plus beim Gehäusedesign gibt es auch noch Aufholbedarf in Sachen Ergonomie. Die Kanten des One Plus 5 sind vergleichsweise ausufernd und werden wohl nur noch vom iPhone selbst übertroffen. Verarbeitungstechnisch hat man jedoch sehr gute Arbeit geleistet.

Absolut überzeugend gibt sich das Android-Handy in puncto Performance. Die Schummelei bei Benchmark-Apps für ein paar Punkte mehr darf man One Plus übel nehmen, reale Eindrücke sagen aber mehr als durch synthetische Tests ermittelte Zahlen. Man kann das Handy mit Unmengen Apps quälen und anspruchsvolle Games darauf spielen – trotz merkbarer Erwärmung geht es nicht in die Knie. Alltagsaufgaben wie Browser, Messenger oder Youtube stellen dementsprechend kein Problem dar.

Bei den Basics wurde solide Arbeit geleistet. Bei Akustik und Empfang gibt man sich eben so wenig Blöße wie bei der Akkulaufzeit. Das Handy schafft es auch bei intensiverer Nutzung mit einer vollen Ladung gut über den Tag. Das Schnellladen per Dash Charge klappt, wie versprochen.

Preisfrage

Womit die Preisfrage zu diskutieren bleibt. 499 bzw. 559 Euro möchte One Plus für das "Fünfer", was eine Verteuerung von 60 (64 GB) bzw. 80 Euro (128 GB) gegenüber dem One Plus 3T. Das vor einem Jahr erschienene One Plus 3 (64 GB) war überhaupt um 399 Euro zu haben. Damit liegt man aktuell "nur" noch 50 bis 100 Euro unter dem empfohlenen Verkaufspreis des Huawei P10, 200 Euro unter jenem des LG G6 aber immerhin noch gut 300 Euro unter dem Samsung Galaxy S8. Die Straßenpreis der drei genannten Konkurrenten sind aber mittlerweile allesamt schon um mindestens 100 Euro gefallen.

Das Preisbrecher-Image, das man vor allem mit dem OnePlus One und OnePlus 2 hatte, ist damit nicht mehr aufrecht zu erhalten. Was man allerdings erhält, ist ein Smartphone, das in sehr vielen Belangen den heutigen Spitzengeräten der großen Marken wenig bis gar nichts nachsteht und dabei immer noch weniger kostet. Das One Plus 5 mag somit kein Schnäppchen mehr sein, es ist aber nach wie vor ein guter Deal.

Ab 27. Juni kann das Handy über die One Plus-Homepage bestellt werden. (Georg Pichler, 25.06.2017)

Update, 26.6., 12:40 Uhr: One Plus hat nun ein neues Update (4.5.2) für Oxygen OS am One Plus 5 veröffentlicht. Dieses soll Probleme bei der Systemaktualisierung und manchen Appinstallationen beseitigen sowie bessere Netzwerk- und Bluetoothstabilität gewährleisten. Zudem werden auch Kamera-Optimierungen angeführt.

Testfotos

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foto: derstandard.at/pichler
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Kunstlicht – mit freundlicher Genehmigung des Technischen Museum Wien
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Gemischte Lichtsituation – mit freundlicher Genehmigung des Technischen Museum Wien
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Gemischte Lichtsituation – mit freundlicher Genehmigung des Technischen Museum Wien
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Porträtmodus, gemischte Lichtsituation – mit freundlicher Genehmigung des Technischen Museum Wien
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Mit freundlicher Genehmigung des Technischen Museum Wien

Hinweis im Sinne der Leitlinien: Das Testgerät wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Links

OnePlus

Technisches Museum Wien

The Verge

Nachlese

Erste Tests des One Plus 5: "iPhone-Plagiat" mit kontroverser Kamera

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