US-Gesundheitspolitik belastet IT-Dienstleister Accenture

    22. Juni 2017, 18:27
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    Umsatz soll heuer nicht so stark steigen wie bisher geplant

    Unsicherheit über die Gesundheitspolitik von US-Präsident Donald Trump macht dem IT-Dienstleister Accenture zu schaffen. Das Unternehmen kappte am Donnerstag seine Umsatzprognose für dieses Jahr. Demnach werden die Erlöse nur zwischen sechs und sieben Prozent und nicht wie zuvor angepeilt zwischen sechs und acht Prozent steigen.

    In Nordamerika hielten sich die Kunden mit Ausgaben im Gesundheitswesen und öffentlichen Dienst zurück, teilte der in Dublin beheimatete Technologie-Dienstleister, der 17,5 Prozent seines Umsatzes in diesen Bereichen macht, mit. Am Markt kam die Nachricht nicht gut an, die Aktien fielen um über vier Prozent.

    Umbruch

    Trump will die Gesundheitsreform Obamacare seines Vorgängers kippen. Am Donnerstag präsentierten seine Republikaner einen entsprechenden Gesetzentwurf. Es wird befürchtet, dass dadurch 23 Millionen Menschen ihre Versicherung verlieren könnten.

    Dass Accenture im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen übertraf, geriet in den Hintergrund. Der Umsatz legte fünf Prozent auf 8,87 Milliarden Dollar zu. (Reuters, 22.6.2017)

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