Deutschland: Bau der größten Batterie der Welt in Planung

22. Juni 2017, 14:16
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Der Energieversorger EWE will Salzkavernen zu einem riesigen Stromspeicher umbauen

Oldenburg – Das deutsche Energie- und Technologieunternehmen EWE will nach eigenen Angaben "die größte Batterie der Welt" bauen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sollen dafür unterirdische Salzkavernen genutzt werden – Hohlräume, die durch den Abbau von Salz entstanden sind. Zwei mittelgroße Kavernen könnten eine Ladung speichern, die eine Millionenmetropole wie Berlin für eine Stunde versorgen könnte.

"Damit würden wir die größte Batterie der Welt bauen", sagte der Geschäftsführer der EWE Gasspeicher GmbH, Peter Schmidt. Bisher werden die Kavernen für die Speicherung von Erdgas genutzt. Bei der neuen Riesenbatterie will EWE das Prinzip der sogenannten Redox-Flow-Batterie anwenden: Dabei wird elektrische Energie in einer Flüssigkeit gespeichert. Die Stromzufuhr soll durch Windenergie- oder Photovoltaikanlagen erfolgen. Projektleiter Ralf Riekenberg sagte, er gehe davon aus, dass die erste Kavernenbatterie etwa Ende 2023 in Betrieb gehen könne.

Dem Plan zufolge sollen in den Kavernen neue, umweltverträgliche Komponenten verwendet werden, die die Universität Jena entwickelt hat. "Dabei kommen Salzwasser und recyclebare Polymere zum Einsatz", teilte EWE mit. "Wenn alles funktioniert, kann dies den Speichermarkt beziehungsweise den Markt für Regelenergie grundlegend verändern", sagte Schmidt. EWE betreibt unter anderem im ostfriesischen Jemgum in einem unterirdischen Salzstock acht Kavernen, um darin Erdgas zu speichern. (APA, red, 22.6.2017)

  • Strom aus Windenergie oder Photovoltaikanlagen soll unterirdischen Anlage gespeichert werden.
    foto: apa/dpa

    Strom aus Windenergie oder Photovoltaikanlagen soll unterirdischen Anlage gespeichert werden.

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