Wiener Festwochen: Debüt von Zierhofer-Kin mit 128.630 Besuchern

    22. Juni 2017, 12:50
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    Rund 83 Prozent Auslastung bei Vorstellungen, für die Kaufkarten aufgelegt wurden

    Wien – Die erste Ausgabe der Wiener Festwochen unter Intendant Tomas Zierhofer-Kin ist am Montag zu Ende gegangen und hat in knapp fünf Wochen 128.630 Besucher angelockt. Das gab das Festival am Donnerstag bekannt. Für Vorstellungen mit Kaufkarten wurden 41.646 Tickets aufgelegt, 34.363 davon wurden ausgegeben, was einer Auslastung von 82,51 Prozent entspricht.

    Weiters gab es 86 Einzelveranstaltungen bei freiem Eintritt, die von 60.617 Menschen besucht wurden. Die diesjährige Festwochen-Ausstellung "The Conundrum of Imagination", die sowohl im Performeum wie im Leopold Museum zu sehen war, verzeichnete 31.776 Besucher. Der fehlende Rest auf die Gesamtzahl setzt sich unter anderem aus Publikumsgesprächen und Einführungen zusammen. Nicht in die Gesamtbilanz eingeflossen sind Besucher der KHM-Intervention von Jonathan Meese ("Parsifal's Traum: Chefsache 'K.U.N.S.T.'" in der Gemäldegalerie), die laut Aussendung auf 60.000 Besucher kam.

    Im Vorjahr 112.700 Besucher

    Zum Vergleich: In der letzten Saison von Markus Hinterhäuser zählte man 112.700 Besucher, gab aber keine Information zur Auslastung. Im Jahr davor, 2015, verbuchte man 212.200 Besucher (hier wurde auch das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker als Eröffnung eingerechnet) sowie eine Auslastung von 91,71 Prozent. Im ersten Jahr der Intendanz von Hinterhäuser, der heuer seine ersten Salzburger Festspiele verantwortet, gab es eine Gesamtbesucherzahl von 155.318 und eine Auslastung von 95,3 Prozent. Sowohl 2014 als auch 2015 waren mehr als 52.000 Kaufkarten aufgelegt worden.

    Zierhofer-Kin zeigte sich in einem kurzen Statement erfreut, sei es doch schon im ersten Jahr gelungen, "auch ein neues Publikum anzusprechen – und das quer durch das Programmangebot. Wichtig war dabei sicher auch das umfangreiche Angebot an Veranstaltungen bei freiem Eintritt, ein für mich zentraler gesellschaftspolitischer Auftrag eines Stadtfestivals ist damit gelungen." Der Kulturmanager, der vor seinem Wechsel nach Wien zwölf Jahre lang das Donaufestival in Krems betreute, hatte bei seinen ersten Festwochen mit teils herber Kritik zu kämpfen, die vor allem die Qualität im Theatersegment betraf.

    Für die Festwochen, die von 12. Mai bis 19. Juni an verschiedenen Orten in der Stadt über die Bühne gingen, hat er laut vorliegender Bilanz 39 Produktionen (darunter fünf Uraufführungen) nach Wien geholt. Im Rahmen des Festivals für elektronische Musik, "Hyperreality", traten 75 Acts im Schloss Neugebäude auf. Weiters gab es zwölf Partyformate, fünf Kooperationsprojekte sowie die Ausstellung. Die Eröffnung am Rathausplatz, Teil der Veranstaltungen bei freiem Eintritt, konnte 45.000 Menschen anlocken. (APA, 22.6.2017)

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