Wannacry: Honda stoppt Autobau wegen Ransomware

21. Juni 2017, 12:16
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Autowerk im japanischen Sayana setzt vorübergehend Produktion aus

Auch Wochen nach der Entdeckung der Ransomware "Wannacry" sorgt der Schädling für Schlagzeilen. Denn immer noch infiziert er ungeschützte Computer und legt damit nicht nur Privatcomputer, sondern auch im Firmenbetrieb genutzte PCs lahm.

Nun hat es auch den Autohersteller Honda getroffen. Dieser musste nun einen Teil seiner Pkw-Produktion stilllegen, berichtet Reuters.

Betroffen ist eine Fabrik in Sayama, nordwestlich der japanischen Hauptstadt Tokio gelegen. Dort wurde nun am Mittwoch (21. Juni) die Produktion für einen Tag stillgelegt, um den Erpressungstrojaner loszuwerden und die Systeme abzusichern. Üblicherweise werden hier pro Tag rund 1.000 Fahrzeuge verschiedener Modellreihen fertiggestellt.

Auch Renault und Nissan mit Problemen

Erst am Sonntag hatte Honda entdeckt, dass Wannacry sich in mehrere der eigenen Netzwerke in verschiedenen Regionen eingenistet hatte, obwohl man schon Mitte Mai Sicherheitsmaßnahmen gesetzt hatte. Auch andere Autohersteller hatten schon mit der Malware zu kämpfen. Kurzfristig mussten etwa auch Renault und Nissan ihre Produktion in mehreren Ländern aussetzen. (red, 21.06.2017)

  • In Sayama wurde wegen Wannacry die Produktion vorübergehend stillgelegt.
    foto: ap

    In Sayama wurde wegen Wannacry die Produktion vorübergehend stillgelegt.

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