Uri Geller ersteigert Brief Albert Einsteins

21. Juni 2017, 12:02
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Insgesamt wurden in Jerusalem acht Einstein-Briefe versteigert und erzielten rund 190.000 Euro

foto: apa/afp/gil cohen-magen
Uri Geller präsentiert stolz seinen Neuerwerb.

Jerusalem – Briefe des Physikers Albert Einstein (1879 – 1955) sind in Israel für umgerechnet rund 190.000 Euro versteigert worden. Das Auktionshaus Winner's in Jerusalem veröffentlichte die acht verkauften Briefe des weltberühmten Wissenschaftsgenies auf seiner Webseite.

Die meisten der Schreiben aus den Jahren 1951 bis 1954 sind an den US-Physiker David Bohm gerichtet und beschäftigen sich unter anderem mit der Frage der göttlichen Schöpfung und der Situation in Israel. Einstein wurde in Ulm geboren, musste aber als Jude vor den Nazis in die USA fliehen.

Illusionist mit Interesse an Physik

Einen der mit Schreibmaschine geschriebenen und handsignierten Briefe an Bohm hat der israelische Illusionist Uri Geller (70) gekauft, wie er am Mittwoch bestätigte. Bohm habe 1973 an einer Londoner Universität Gellers "paranormale" Fähigkeiten wissenschaftlich getestet. "Besonders erstaunlich ist der Inhalt des Briefs, in dem Einstein über Israel spricht", sagte Geller.

Einstein riet Bohm in dem Brief davon ab, in den jüdischen Staat zu kommen: "Israel ist intellektuell lebendig und interessant, aber hat nur sehr beschränkte Möglichkeiten." Dennoch habe Bohm später am Technion in Haifa unterrichtet, sagte Geller. Einstein hatte in den Jahren nach der Staatsgründung 1948 ein Angebot abgelehnt, Israels Staatspräsident zu werden.

Den höchsten Verkaufspreis erzielte bei der Versteigerung am Dienstag mit mehr als 75.000 Euro ein anderer Brief an Bohm, in dem Einstein unter anderem schreibt: "Falls Gott die Welt erschaffen hat, dann war es offenbar nicht seine erste Sorge, uns ihr Verständnis leicht zu machen." Doch er schreibt an anderer Stelle auch über alltäglichere Themen: "Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Instabilität Ihres Bauches, ein Problem, mit dem ich selbst viel Erfahrung habe." (APA, 21. 6. 2017)

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