Terroranschlag in Brescia: Urteil nach 43 Jahren

21. Juni 2017, 11:20
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Oberstes Gericht bestätigte lebenslängliche Verurteilung von zwei Angeklagten – Acht Menschen bei Bombenanschlag 1974 in Brescia getötet

Rom – 43 Jahre nach einem rechtsextremistisch motivierten Bombenanschlag in der lombardischen Stadt Brescia, bei dem während einer Gewerkschaftskundgebung im Mai 1974 acht Personen getötet und 103 verletzt worden waren, sind zwei Angeklagte rechtskräftig zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt worden. Das Oberste Gericht bestätigte am Dienstagabend das zweitinstanzliche Urteil.

Dieses war vor zwei Jahren von einem Schwurgericht in Mailand gefällt worden war. Die beiden Angeklagten waren bei einem Berufungsprozess 2010 aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft von Brescia Einspruch eingereicht. Das Oberste Gericht hatte 2014 einen neuen Prozess angeordnet. Dieser hatte zur Verurteilung der Angeklagten 2015 geführt.

Die Ermittlungen in Zusammenhang mit dem Anschlag waren von Anfang an besonders kompliziert. Im Laufe der Untersuchung tauchte immer wieder der Verdacht auf, dass italienische Geheimdienste in den Anschlag verwickelt waren. (APA, 21.6.2017)

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