Scout24-Ausstieg bringt Deutscher Telekom 321 Mio. Euro

    21. Juni 2017, 10:01
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    Rest-Anteil von 9,3 Prozent platziert – Sechs Prozent Preisabschlag zum Schlusskurs von Dienstag

    Die Deutsche Telekom hat mit der Kleinanzeigenbörse Scout24 noch einmal Kasse gemacht. Der Konzern erlöste 321 Mio. Euro mit dem Verkauf seiner letzten direkt gehaltenen Anteile an der Münchener Firma, wie die Telekom am Mittwoch mitteilte. Sie hatte nach dem Börsengang von Scout24 im Herbst 2015 schon zweimal Aktien auf den Markt geworfen und ihren Anteil damit bis auf 9,3 Prozent abgebaut.

    Aktienkurs

    Insgesamt hat das Engagement bei dem Internet-Portal dem Telekommunikations-Riesen damit rund 2,35 Mrd. Euro gebracht. Ende 2013 hatte die Telekom 70 Prozent für rund 1,5 Mrd. Euro an den US- Finanzinvestor Hellman & Friedman verkauft, der Scout24 vor zwei Jahren an die Börse brachte.

    Die Investmentbanken Barclays und Morgan Stanley brachten insgesamt 10,3 Millionen Scout24-Aktien über Nacht zu einem Preis von 32,20 Euro je Titel bei institutionellen Investoren unter. Der Abschlag von sechs Prozent zum Schlusskurs vom Dienstag ist für derartige Platzierungen relativ hoch. Am Mittwoch eröffneten Scout24 bei 32,61 Euro. An dem Über-Nacht-Verkauf beteiligten sich auch einige Manager von Scout24, die Aktien für insgesamt 9,2 Mio. Euro anboten. Vorstandschef Greg Ellis und Finanzvorstand Christian Gisy waren nicht darunter.

    Insgesamt wechseln damit 9,6 Prozent des Grundkapitals von Scout24 ("AutoScout24" und "ImmobilienScout") den Besitzer. Der US-Finanzinvestor Hellman & Friedman ist mit knapp 23 Prozent nun der einzige Großaktionär. Die Telekom hält nun noch wenige Scout24-Aktien über eine gemeinsame Holding mit dem US-Investor. (Reuters/APA, 21.6.2017)

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