Reiseagentur stoppt Nordkorea-Reisen für US-Bürger

20. Juni 2017, 16:31
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Young Pioneer Tours reagiert auf Tod des 22-Jährigen nach Haft in Nordkorea

Pjöngjang – Nach dem Tod des US-Studenten Otto Warmbier nimmt die von ihm genutzte Reiseagentur Nordkorea-Besuche für US-Touristen aus dem Programm. Das Risiko sei "zu groß geworden", teilte das in China ansässige Unternehmen Young Pioneer Tours am Dienstag auf seiner Facebook-Seite mit. "Wir werden für US-Bürger keine Reisen mehr nach Nordkorea organisieren."

Die Reiseagentur mit Sitz im chinesischen Xian war 2008 von einem britischen Auswanderer gegründet worden. Als einer der wenigen Anbieter organisierte sie Tauch- und Radtouren in Nordkorea.

In Kritik geraten

Young Pioneer Tours warb damit, abenteuerlustige Touristen an Orte zu bringen, "von denen deine Mutter dich fernhalten will", darunter Nordkorea und der Iran. Das abgeschottete kommunistische Land bewarb die Agentur als "einen der sichersten Orte der Welt". Im Zusammenhang mit dem Fall des 22-jährigen US-Studenten geriet Young Pioneer Tours in die Kritik.

Warmbier war im März 2016 wegen Diebstahls eines Agitprop-Posters und "Verbrechen gegen den Staat" zu 15 Jahren Arbeitslager in Nordkorea verurteilt worden. Vergangene Woche wurde der Student aus "humanitären Gründen" freigelassen und in die USA ausgeflogen. Am Montag starb er. Nach Angaben der Ärzte hatte der 22-Jährige während der Haft schwere Hirnverletzungen erlitten. (APA, AFP, 20.6.2017)

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