"Call of Duty: WW2" angespielt: Als der PC-Spieler gegen die "Konsolenbauern" unterging

    14. Juli 2017, 11:15
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    Einblick in hektische, atmosphärische Multiplayerschlachten sorgt für controllerbedingte Überforderung

    Die Diskussion um die besseren Steuergeräte von Egoshootern existiert, seit die ersten Vertreter dieses Genres ihren Weg auf Konsolen gefunden haben.PC-Spieler schwören üblicherweise auf die Kombination aus Maus und Tastatur. Auf der Konsole ist man hingegen seit eh und je auf den Controller mit seinen beiden Analogsticks geeicht. Wenig überraschend, dass diese Debatte nicht selten jene Memes triggert, die die Plattformgrenzen innerhalb der Spielerschaft als Konflikt zwischen der "PC Master Race" und den "Konsolenbauern" darstellen.

    Der Autor dieser Zeilen gönnt jedem Gamer das jeweils bevorzugte Steuergerät, schwört bei Egoshootern aber seit eh und je auf Tasten und Elektro-Nager, während der Controller für Spiele wie "Fifa", "Pro Evo" oder "Rocket League" zum Einsatz kommt. Eine Verweigerungshaltung, die sich beim Hands-on des nächsten "Call of Duty"-Teils auf der E3 rächen sollte.

    Team-Deathmatch und Kriegsmodus ausprobiert

    "Call of Duty: WW2" bringt, ganz im Sinne der allgemeinen Reboot-Wut, die Reihe zurück zu ihrem angestammten Szenario – den Zweiten Weltkrieg. Vom versprochenen, umfassenden Storymodus war im Testlauf nichts zu sehen, stattdessen wurden zwei Multiplayer-Partien ausgetragen. Neben einem regulären Team-Deathmatch war auch ein Abschnitt im "Kriegsmodus" zu absolvieren

    Erstere Spielart ist selbsterklärend. Zwei Teams bekriegen sich auf einer Karte. Für jeden erschossenen Gegner gibt es einen Punkt, wobei Gefallene nach einer kurzen Pause wieder in der eigenen Startzone auftauchen und ins Gefecht eingreifen können. Wer eine gewisse Punktezahl erreicht oder nach Ablauf der Zeit in Führung liegt, gewinnt das Match. Vor dem Start kann man aus mehreren Soldatenklassen wählen, wobei die Aufteilung – vom Infanterie-Allrounder über den Sniper bis hin zum Panzerjäger mit Bazooka – ziemlich "klassisch" gehalten ist.

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    Der PC-Gamer als Kanonenfutter

    Zum Einüben gar nicht schlecht, so der anfängliche Gedankengang des Autors. Nach zwei schnellen Kills am Anfang kehrte gar ein wenig Euphorie ein. Ist das "shootern" mit dem Controller am Ende gar nicht umständlich? Eine Antwort hatten die Gegner parat. Kaum tauchte ein Gegner im Sichtfeld auf, zählte auch schon wieder der Respawntimer hinunter. (Wie zum Teufel kann man mit Analogsticks so schnell zielen?)

    Ein Muster, das sich im Kriegsmodus (diesmal mit einer Bilanz von null Kills und 13 Toden) wiederholen sollte. Das Spielgefühl an sich ist trotz der realistisch niedrigen Toleranz der Spieler gegenüber Bleikugeln eher "arcadig".

    Im zweiten Gefecht galt es für das als Achsenmächte antretende Team einen bestimmten Punkt auf der Karte zu verteidigen. Als dies scheiterte folgten weitere weitere Defensivaufgaben, inklusive der Verhinderung eines Brückenbaus durch die gegnerischen Alliierten und das Vorrücken ihres Panzers. Ein auf Aufgaben basierendes Konzept, wie es auch aus anderen Shootern schon bekannt ist. Es stellte allerdings nur einen Ausschnitt dar, denn der Kriegsmodus besteht aus mehreren Schlachten, die je nach Verlauf mit unterschiedlichen Zwischensequenzen verbunden werden.

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    Atmosphärische Umsetzung

    Sieht man von vereinzelt etwas hölzernen Animationen ab, so macht "Call of Duty: WW2" grafisch schon einen sehr ordentlichen Eindruck. Die Entwickler von Sledgehammer Games haben Karten gebaut, die eine sehr atmosphärische Kampfumgebung schaffen. Die gelungene Soundkulisse tut ihr Übriges zum guten "Look and Feel" des Spieles. Man darf nur hoffen, dass ähnlich viel Mühe in die Handlung des Storymodus fließt.

    Soweit sich aus der Hands-on-Session sagen lässt, erwartet Mehrspielerfreunde in der neuesten Iteration des "Pflichtrufs" ein unterhaltsames, gut inszeniertes Erlebnis. Ob man sich darüber hinaus von der Konkurrenz abheben kann, wird die Umsetzung der angekündigten "Online-Kriege" mit massenhaft Teilnehmern zeigen. Und eben auch der Storymodus, der auf der E3 leider nicht ausprobiert werden konnte.

    "Call of Duty: WW2" erscheint am 3. November für Windows, Xbox One und Playstation 4. (Georg Pichler, 14.07.2017)

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    Hinweis im Sinne der Leitlinien: Die Reise zur E3 erfolgte auf Einladung von Xbox EMEA.

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    Call of Duty: WW2

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