Australien setzt Luftangriffe nach US-Abschuss von syrischem Jet aus

20. Juni 2017, 12:26
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Verteidigungsministerium spricht von Vorsichtsmaßnahme

Canberra – Das australische Militär fliegt nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch die USA vorläufig keine Luftangriffe mehr in dem Bürgerkriegsland. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte das australische Verteidigungsministerium am Dienstag mit.

Das US-Militär hatte den syrischen Jet am Sonntag abgeschossen. Das Flugzeug habe von den USA unterstützte Rebellen bombardiert, die in der Region gegen die Islamisten-Miliz IS gekämpft hätten. Die syrische Regierung bestritt diese Darstellung und erklärte, der Jet habe IS-Ziele angegriffen. Die russische Regierung sprach von einem "Akt der Aggression". Sie kündigte an, künftig alle Flugobjekte der von den USA angeführten Anti-IS-Allianz im russischen Einsatzgebiet über Syrien als potenzielle Ziele zu betrachten.

Es war der erste Abschuss eines syrischen Kampfflugzeugs in dem seit sechs Jahren anhaltenden Bürgerkrieg. (APA, 20.6.2017)

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