Fake: Steve Jobs warnte vor seinem Tod nicht vor Reichtum

20. Juni 2017, 11:14
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Im Netz kursiert seit Jahren eine Rede, die der Apple-Gründer in seinen letzten Momenten gehalten haben soll – diese ist gefälscht

Nun, da er mit seinem Leben abgeschlossen habe, wisse er, dass er seinen "Reichtum nicht mitnehmen" könne, sondern nur "seine Erinnerungen, die durch Liebe entstanden sind". Das soll Apple-Gründer Steve Jobs kurz vor seinem Tod gesagt haben. In einer langen Rede, die seit Jahren durchs Netz geistert, soll er etwa davon gesprochen haben, dass das "pausenlose Streben nach Reichtum" Menschen zu "verdorbenen Person wie mir" machen würde.

Die Rede soll zeigen, wie ein Geschäftsmann, dem oft Arroganz und erbarmungsloses Vorgehen gegenüber Konkurrenten unterstellt wurde, doch noch geläutert wurde. Doch der Text ist gefälscht.

Tatsächlich sagte Jobs "Oh wow"

Es gibt keine Beweise, nicht einmal Indizien dafür, dass Jobs die kolportierte Brandrede tatsächlich gehalten hat. Im Gegenteil: seine Schwester Mona Simpson gab während Jobs Begräbnis an, dass seine letzten Worte "Oh wow" gewesen seien. Laut der Faktencheck-Plattform Snopes gibt es auch in Jobs offizieller Biographie keinen derartigen Passus. Die einzige Reue, die Jobs zeigte, war bezüglich seiner Kinder, denen er nicht genug Zeit gewidmet hatte. (red, 20.6.2017)

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Snopes

  • Apple-Chef Steve Jobs schwor vor seinem Tod nicht Reichtum und Kapitalismus ab
    foto: apa/afp/dunand

    Apple-Chef Steve Jobs schwor vor seinem Tod nicht Reichtum und Kapitalismus ab

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