So arbeitet man sicher mit Laptop und Smartphone im Freien

    20. Juni 2017, 10:32
    9 Postings

    Neugierige Passanten oder offene WLANs können zum Risiko werden

    Das warme Wetter lockt zum Arbeiten im Freien mit Laptop und Smartphone. Bei den warmen Temperaturen sollte man allerdings nicht die Sicherheit über Bord werfen. Die Wirtschaftskammer Wien (WKO) warnt beim Arbeiten in Park oder Schanigarten vor Hackern und Betrügern und gibt in einer Aussendung Tipps, wie man sich schützen kann.

    Sichtschutzfolien gegen neugierige Blicke

    Wer mit dem Laptop in der Öffentlichkeit werkt, muss davon ausgehen, dass neugierige Sitznachbarn oder Passanten einen Blick darauf werfen. Hier empfiehlt Martin Puaschitz, Obmann der Wiener Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie UBIT, sich entweder mit dem Rücken zu einer Wand zu setzen oder eine Sichtschutzfolie auf den Laptop-Bildschirm zu kleben, die den Blickwinkel verringert. Von der Seite ist der Bildschirminhalt dann nicht mehr so gut zu lesen.

    Ergänzend ist allerdings zu sagen, dass man sich bei Arbeit mit sensiblen Daten wie Kundendaten oder Firmengeheimnissen ohnehin besser nicht in die Öffentlichkeit begeben sollte. In großen Unternehmen sollte es diesbezüglich eigene Richtlinien geben. Aber auch Selbstständige und Start-ups sollten sich daran halten.

    Vorsicht vorm offenen WLAN

    Dieser Tipp gilt nicht nur fürs Arbeiten, sondern eigentlich für jeden Nutzer: Öffentlich zugängliche – also unverschlüsselte – WLANs stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Speziell, wenn man nicht nachvollziehen kann, wer das Netzwerk zur Verfügung stellt. Hacker können dadurch leicht die Kommunikation abfangen. Rüdiger Linhart, stellvertretender IT-Berufsgruppensprecher, rät daher dazu, einen mobilen Hotspot mit dem eigenen Smartphone aufzubauen. Vorausgesetzt natürlich, man verfügt über einen entsprechenden Tarif mit genügend inkludiertem Datenvolumen.

    Kabellose Verbindungen deaktivieren

    Die beiden Experten der Wirtschaftskammer raten zudem kabellose Verbindungen wie WLAN, Bluetooth und NFC nicht permanent aktiviert zu lassen: "Alleine die aktive Schnittstelle kann als Einfallstor in Ihr System benutzt werden." Man sollte die Verbindungen nur dann aktivieren, wenn man sie tatsächlich benötigt.

    Speichermedien verschlüsseln

    Selbst wenn man alle vorhergehenden Tipps beachtet, kann es immer noch passieren, dass einem Smartphone oder Laptop gestohlen wird. Eine verschlüsselte Festplatte und ein Passwort-Schutz beim Einschalten des Geräts sind das Um und Auf im Datenschutz. Selbstverständlich sollte auch das regelmäßige Durchführen eines Backups sein, um die Daten im Fall eines Verlusts wiederherstellen zu können.

    Sichere Passwörter verwenden

    Unabhängig wo man arbeitet, sollte man natürlich auch immer auf die Passwortsicherheit achten. Auch wenn die eigene Faulheit zu Kombinationen wie "Passwort1234" verleitet, ein sicheres Passwort ist Voraussetzung für den Schutz von unbefugtem Zugriff. Dabei ist darauf zu achten, dass man keine einfachen Begriffe oder simple Kombinationen aus Zahlen und Wörter verwendet. Diese könnten auch von Personen ohne Hacking-Kenntnissen erraten werden. Als Faustregel gilt: das Passwort sollte mindestens acht Zeichen lag sein, aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen und keine nachvollziehbaren Wörter enthalten. Passwortmanager helfen beim Erstellen und Verwalten. Sofern es möglich ist, sollte auch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden. Weitere Tipps finden Sie hier.

    Nicht zuletzt sollte man immer darauf achten, dass Betriebssystem und Programme auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Nur so kann man verhindern, dass Hacker über ältere, schon länger bekannte Sicherheitslücken eindringen. (red, 20.6.2017)

    • Beim Arbeiten im Freien sollte man einige Tipps beachten.
      foto: ap photo/julie jacobson

      Beim Arbeiten im Freien sollte man einige Tipps beachten.

    Share if you care.