US-Präsidialamt erwägt neue Rolle für Pressesprecher Spicer

20. Juni 2017, 08:07
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Laut Insidern gibt es Überlegungen Spicer zu versetzen, eine definitive Entscheidung sei aber noch nicht gefallen

Washington – Das US-Präsidialamt erwägt einem Insider zufolge eine Versetzung von Pressesprecher Sean Spicer. Es werde über einen Wechsel Spicers von der täglichen Pressearbeit auf einen neuen Posten in der Kommunikation im Weißen Haus nachgedacht, verlautete aus Präsidialamtskreisen am Montag. Ein solcher Schritt stehe aber nicht unmittelbar bevor, eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

Spicer war wiederholt in die Kritik geraten, unter anderem wegen seiner umstrittenen Äußerungen zur Zuschauerzahl bei der Amtseinführung von Präsident Donald Trump und wegen eines missglückten Hitler-Vergleichs im Zusammenhang mit Syriens Machthaber Bashar al-Assad. Trump stellte sich aber stets hinter ihn.

Pressesprecher und Kommunikationschef

Spicer arbeitet derzeit in einer Doppelfunktion als Pressesprecher und als Kommunikationschef im Weißen Haus, nachdem der vorherige Kommunikationschef Michael Dubke Ende Mai zurückgetreten war. Zuletzt nahm er an weniger Pressekonferenzen teil. Auch trat er seltener vor Kameras auf.

Sein Team passte sich damit an Trumps Verhalten an, der mit seinen Twitter-Kommentaren und öffentlichen Äußerungen oft wie sein eigener Sprecher agiert. Zudem arbeitet das Präsidialamt wegen Trumps angespanntem Verhältnis zu den Medien bereits seit einiger Zeit daran, das Kommunikationsteam zu erweitern, um den Präsidenten in der Öffentlichkeit in ein besseres Licht zu rücken. (APA, 20.6.2017)

  • Eventuell wird Sean Spicer bald nicht mehr für den US-Präsidenten sprechen.
    foto: afp photo / nicholas kamm

    Eventuell wird Sean Spicer bald nicht mehr für den US-Präsidenten sprechen.

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