EZB fordert von Banken Meldung von Cybervorfällen

19. Juni 2017, 11:16
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Die Bankenaufsicht will Bedrohungen damit besser abschätzen können

Frankfurt – Die EZB-Bankenaufsicht will die Cybersicherheit bei den von ihr überwachten Banken stärker in den Fokus rücken. "Von diesem Sommer an wird von ihnen gefordert, dass sie alle signifikanten Cybervorfälle melden", sagte EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger am Montag auf einer Veranstaltung in Frankfurt.

Die Bankenaufsicht werde so besser abschätzen können, wie viele Angriffe es gegeben habe und welche Bedrohungen es gebe. Die Europäische Zentralbank ist seit Herbst 2014 für die direkte Kontrolle der größten Banken in der Eurozone zuständig. Zuletzt überwachte sie 125 Banken.

Die EZB hatte ein Rahmenwerk für die Meldung von Cyberattacken erstellt und 2016 in einer Pilotphase für die von ihr überwachten Banken getestet. Nicht erst seit dem spektakulären Cyberbankraub in Bangladesch, bei dem im vergangenen Jahr 81 Millionen Dollar (72,5 Millionen Euro) erbeutet wurden, gewinnt das Thema Cybersicherheit bei Banken immer mehr an Bedeutung. Die Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7) war unlängst auf ihrem Treffen in Bari darin übereingekommen, sich mehr um die Sicherheit technischer Systeme zu kümmern. (APA, Reuters, 19.6.2017)

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